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Lokales Polizeiwache und Notfall-Code bei Highfield
Leipzig Lokales Polizeiwache und Notfall-Code bei Highfield
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06:01 17.08.2018
Das Festivalgelände am Störmthaler See: Ein umfassendes Sicherheitskonzept soll für einen friedlichen Verlauf des Events sorgen. Quelle: André Kempner
Leipzig

Intensive Personenkontrollen, rigide Taschen-Vorschriften, Feuerwehr-Brandsicherheitswache und sogar ein eigener Polizeiposten: Das am Freitag beginnende 21. Highfield Festival am Störmthaler See bei Großpösna ist, wie andere Großveranstaltungen, ein Hochsicherheitsevent. „Auch wenn derzeit kein konkretes Anschlagsrisiko für das Highfield Festival bekannt ist, besteht nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes deutschlandweit eine hohe abstrakte Gefahr von sicherheitsrelevanten Ereignissen bis hin zu Anschlägen, die sich jederzeit konkretisieren kann“, erklärt Polizeisprecher Andreas Loepki.

Security sensibilisiert

Der Veranstalter sieht das ähnlich. Eine Anfrage der LVZ blieb unbeantwortet, auf der Festival-Homepage heißt es indes: „Die Anschläge aus der jüngsten Vergangenheit haben bewiesen, dass Veranstaltungen jeglicher Art auch das Ziel von gewaltsamen Angriffen sein können. Gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden überprüfen wir kontinuierlich die sicherheitsrelevanten Abläufe unseres Sicherheitskonzepts. Alle eingesetzten Kräfte werden entsprechend sensibilisiert und geschult.“ Hinsichtlich der Details setze man allerdings auf Geheimhaltung, „um potenziellen Gewalttätern die Planungen zu erschweren“.

Lageeinschätzung wie in Vorjahren

Besucher können sich jedoch im Wesentlichen auf die gewohnten Abläufe einstellen. „Das Sicherheitskonzept der letzten Jahre hat sich soweit bewährt und die Sicherheitslage sowie die Lageeinschätzung gegenüber der Vorjahre nicht wesentlich gewandelt, weshalb keine grundlegenden Änderungen vorzunehmen waren“, sagt der Polizeisprecher. Verantwortlich dafür sei der Veranstalter in Abstimmung mit der Polizeidirektion. Ausdrücklich weisen die Festival-Macher darauf hin, dass aufgrund der intensiven Kontrollen mit einer länger dauernden Einlassphase zu rechnen sei. Ferner dürfen Gäste nur Turnbeutel bis A4-Größe mitnehmen, wenn mindestens eine Seite transparent ist. Rucksäcke sind auf dem Konzertgelände erneut nicht erlaubt. Kleinere Bauch-oder Gürteltaschen sowie Brustbeutel und Umhängetaschen im A5-Format hingegen schon. Detaillierte Hinweise zu den Sicherheitsvorschriften gibt es auf der Festival-Homepage.

Allgemeine Festivalkriminalität

Potenzielle Anschläge sind indes nicht die einzige Sorge der Sicherheitsexperten. So rechne die Polizei eingedenk der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren „mit allgemeiner Festivalkriminalität“, so Loepki, „insbesondere Diebstähle von Wertgegenständen, Körperverletzungen sowie gefälschten Eintrittskarten.“Auch Alkohol- und Drogenkonsum spiele eine Rolle. Extreme Wetterlagen seien ebenfalls in die einsatztaktische Planung aufgenommen worden. „Eine hohe Personendichte auf Veranstaltungsflächen birgt immer auch das Risiko irrationaler und schwer beeinflussbarer Verhaltensweisen wie Massenpaniken und ähnlicher Gruppenphänomene“, so Loepki.

Mobile Polizeiwache am Vineta-Tower

Sicherheitshalber sind die Ordnungshüter rund um die Uhr vor Ort. „Am nördlichsten Punkt des Veranstaltungsgeländes, am Vineta-Tower, werden ein Landesbefehlskraftwagen sowie zwei Bürocontainer positioniert sein“, so der Polizeisprecher. „Dort sind rund um die Uhr Straf- und Verlustanzeigen, Vermisstenmeldungen oder sonstige Ersuchen möglich.“ Als Ansprechpartner seien stets drei Einsatzkräfte anwesend. Daneben werde die Polizei das Festivalgelände uniformiert und zivil bestreifen, um insbesondere im Falle von Straftaten schnell am Ort des Geschehens zu sein. „Die Gewährleistung der Sicherheit auf dem Festivalgelände obliegt aber maßgeblich dem Sicherheitspersonal des Veranstalters“, stellt Loepki klar.

Panama-Code für Notfälle

Und das gilt neben der Polizei auch als Hauptansprechpartner für den Notfall-Code auf dem Festivalgelände. Wer beispielsweise angegriffen, bedrängt oder belästigt wurde, kann sich mit den Worten „Wo geht’s nach Panama“ diskret an Securitymitarbeiter, Polizei oder Sanitäter wenden, die Hilfesuchende in eine sichere Zone bringen. Auch alle anderen Mitarbeiter mit einem grün-roten Armband mit dem Schriftzug Panama stehen in Notfällen bereit.

Zum Highfield Festival werden von heute bis Sonntag 35 000 Besucher erwartet. Mehr als 40 Künstler treten auf, darunter Billy Talent, die Fantastischen Vier und Marteria.

Von Frank Döring

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