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Lokales Neuer Pop-up-Store für Leipzig
Leipzig Lokales Neuer Pop-up-Store für Leipzig
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12:12 23.11.2018
Neuer Pop-up-Store in der Messehof-Passage: Die Künstlerinnen Judith Herschel Hille, Sibylle Henkel, Annekatrin Räthe-Schönert, Jana Heistermann und Franziska M. Köllner (von llinks) haben ihren befristeten Laden „Von mir zu Dir“ eröffnet. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Überraschend sprießen sie aus dem Boden, bringen unerwartete Produkte in die Stadt. Nach ein paar Wochen oder Monaten verschwinden sie wieder. Pop-up-Stores sind Kurzzeitläden, mit denen Leben in unvermietete Geschäfte kommt. Der neueste hat am Donnerstag in der Messehof-Passage eröffnet – das „Von mir zu Dir“. Fünf Kunsthandwerkerinnen aus Leipzig und Thüringen bieten dort Keramik, Malerei und Stoff-Postkarten an. Zunächst bis Mitte Januar – wenn es gut läuft, auch länger.

Experiment zu fünft

„Nie und nimmer“ habe sie von einem Laden in der Leipziger City geträumt, lacht Annekatrin Räthe-Schönert aus dem thüringischen Neustadt/Orla. Die Mieten plus Personalkosten seien viel zu hoch für einen einzelnen Kunsthandwerker. Jetzt ist die 52-jährige Porzellandesignerin eine von Fünfen, die sich den ehemaligen Unterwäsche-Laden und alle Kosten teilen. Der Vermieter, ein Berliner Immobilienbüro, hat die Miete reduziert, anders würde es nicht gehen. Jede der Frauen hat etwas Geld und Mobiliar hineingesteckt. Höhenflüge liegen ihnen fern, alle wissen, dass es ein Experiment ist, das auch schief gehen kann. „In unserer Branche gibt es nichts Sicheres“, zuckt Räthe-Schönert mit den Schultern.

Raum für Individuelles

Die Idee zum befristeten Gemeinschaftsladen hatte Jana Heistermann, Keramikerin aus Leipzig. „Die Stadt braucht mehr Individualität“, sagt die 56-Jährige. „Und kleine Unternehmen, die noch was mit Herz und Hand herstellen, brauchen eine Plattform.“ Sie selbst führte bis 2012 einen Laden in Gohlis. „Dann kam ein Investor und setzte mich raus. Ein Optiker und eine Versicherung zogen in das Gebäude.“ Seitdem ist die studierte Kulturwissenschaftlerin auf Märkten unterwegs oder verkauft über Galerien – ein anstrengendes Leben. Im Weihnachtsgeschäft sah Heistermann jetzt die Chance, etwas Neues zu versuchen.

„Buntimo“ bleibt länger

Ebenfalls als Pop-up-Store ist Anfang Oktober das „Buntimo“ im Petersbogen an den Start gegangen. Drei Monate waren geplant. Bereits nach der Hälfte der Zeit sagt Storemanager Alexander Paul (36): „Der Laden wird sehr gut angenommen, so dass wir verlängern.“ Die Handtaschen, Kissen, Sitzhocker, bunten Socken oder Gummistiefel sehen nicht aus wie von der Stange, deshalb kommen sie gut an. Auf den zweiten Blick entpuppen sich viele Produkte obendrein als nachhaltig, vegan und waschbar.

Pop-up-Stores kann man außer in der Messehof-Passage aktuell auch in den Promenaden Hauptbahnhof, in der Südvorstadt, in Plagwitz oder Leutzsch mieten. Zumindest, solange sich keine großen Labels finden, die für zehn Jahre zu hohen Mieten abschließen.

Von Kerstin Decker

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