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Lokales Prestigeobjekt: Neue Agentur für Innovationen kommt nach Leipzig
Leipzig Lokales Prestigeobjekt: Neue Agentur für Innovationen kommt nach Leipzig
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19:58 17.09.2019
Die „Agentur für Sprunginnovationen“ soll offenbar nach Leipzig kommen. Quelle: Dirk Knofe - Picturework.eu
Leipzig/Berlin

Die Stadt Leipzig und das Land Sachsen stehen unmittelbar vor einem riesigen Prestige-Erfolg. Nach LVZ-Informationen wird die neue milliardenschwere Bundesagentur zur Förderung von Sprunginnovationen ihren Sitz in der Messestadt erhalten. Das sickerte Dienstagabend aus dem Umfeld des Leipziger Rathauses durch. Auch Berliner Regierungskreise ließen diese Tendenz durchblicken. Die offizielle Entscheidung von Forschungsministerin Anja Karliczek, Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) und Gründungsdirektor Rafael Laguna de la Vera (55) erfolgt am Mittwoch in Berlin. Im Rennen waren zuletzt Potsdam, Berlin und Karlsruhe.

35 bis 50 neue Jobs für Leipzig

Für die Vergabe nach Leipzig hatten Ende Juli Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und OBM Burkhard Jung (SPD) gemeinsam geworben. In einem Brief wandten sie sich persönlich an Gründungschef Laguna (lvz.de berichtete exklusiv). Sie spielten darin auch auf seine sächsischen Wurzeln an. Der erfolgreicher IT-Manager und Vorstand der Open XChange-AG (Olpe/Sauerland) wurde in Leipzig geboren, wuchs in Pegau (Leipziger Südraum) auf und siedelte 1974 mit seinen Eltern in den Westen über. Den Kontakt in seine Heimat ließ er aber nie abreißen. „Als ich den Brief des Ministerpräsidenten und des Oberbürgermeisters mit der Einladung nach Leipzig bekam, ist mir das Herz aufgegangen“, sagte Laguna damals der LVZ.

Ende August war der Agentur-Direktor mit Regierungsvertretern zwei Tage lang in Leipzig und machte sich ein Bild von den Bedingungen in der Sachsen-Metropole. Die Wirtschafts-Präsentation, in die sich OBM Jung und Regierungschef Kretschmer auch persönlich einschalteten, kam offenbar bestens an – und Leipzig kann sich jetzt über 35 bis 50 neue Jobs in einer GmbH freuen. Zudem baut die Stadt ihren Ruf als Start-Up-Metropole aus.

Eine Milliarde Euro für zehn Jahre

Als „Sprunginnovationen“ gelten Erfindungen, die die Welt bahnbrechend verändert haben – wie die Dampfmaschine, die E-Mail oder das MP3-Format. Die Bundesregierung will mit der Innovations-Agentur neuen Erfindungen „Made in Germany“ zum weltweiten Durchbruch und Markterfolg verhelfen und erhofft sich davon starke Impulse für Wirtschaft und Wissenschaft. Ausgestattet wird die Innovations-Agentur mit üppigen Bundesmitteln. In der geplanten Laufzeit von mindestens zehn Jahren soll eine Milliarde Euro fließen, im Bundeshaushalt 2019 und im Regierungsentwurf für 2020 bis 2022 stehen bereits Mittel von knapp 150 Millionen Euro zur Verfügung.

Von André Böhmer

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