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Lokales Professor Häuser wird reif für die Uni-Rektorengalerie
Leipzig Lokales Professor Häuser wird reif für die Uni-Rektorengalerie
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07:00 03.03.2017
Franz Häuser zur Zeit als Uni-Rektor mit dem Bildnis seines 2005 verstorbenen Amtsvorgängers Volker Bigl. Häuser wird nun selbst für die Rektorengalerie porträtiert.
Franz Häuser zur Zeit als Uni-Rektor mit dem Bildnis seines 2005 verstorbenen Amtsvorgängers Volker Bigl. Häuser wird nun selbst für die Rektorengalerie porträtiert. Quelle: Armin Kühne
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LEIPZIG

Ende 2010 verabschiedete sich Professor Franz Häuser in den Ruhestand, da lagen sieben Jahre als Chef der Leipziger Uni hinter ihm. Und in Aussicht stand – der Tradition folgend – die Anfertigung eines Porträts von ihm für die Rektorengalerie der Alma mater. Doch mit der Beauftragung für das Werk ließ sich Häusers Amtsnachfolgerin Professorin Beate Schücking Zeit, nun ist es im Entstehen. Und Altmagnifizenz Häuser, der als Emeritus wieder in seiner Geburtsstadt Limburg an der Lahn lebt, sieht dem Ergebnis erwartungsvoll entgegen. Ins Bild gesetzt wird der 71-Jährige Jurist vom Leipziger Maler Wolfgang Böttcher. Vor einigen Monaten saß Häuser ihm in der Uni-Kustodie Modell. Mitgebracht hatte er zum Termin auch Fotos, auf denen er mit Amtskette abgelichtet ist. Aus gutem Grund: „Ich habe mir gewünscht, dass ich mit der Kette gemalt werde. Es geht ja nicht um ein Privat-, sondern um ein Amtsporträt“.

Mit flotter Hand wurde skizziert, später dann bekam Häuser einen ersten Entwurf zugesandt, mit dem er sich aber nicht recht anfreunden konnte. „Da fehlte irgendwie der Wiederkennungseffekt“, erinnert sich Häuser, der 1992 an die Alma mater berufen worden war und ihr weiter eng verbunden ist – als Beiratsmitglied des Uni-Fördervereins. Inzwischen gibt es einen neuen Entwurf, aus dem jetzt das Gemälde erwachsen und dann in die Rektorengalerie eingehen soll. Einige der Bildnisse hängen im neuen Senatssaal in der Ritterstraße, aber nicht alle. „Mal sehen, wo ich einen Platz finde“, meint Häuser. Als er das Rektoramt inne hatte, war vom Maler Arno Rink ein Bildnis von Professor Volker Bigl geschaffen worden, der von 1998 bis 2003 an der Spitze der Uni stand. Davor wurde Professor Cornelius Weiss, der von 1992 bis 1997 die Alma mater leitete, auf Leinwand gebannt. 1999 vollendete der Leipziger Maler Heinz Wagner dieses Werk. Er war es auch, der einst ohne offiziellen Auftrag den Grundstein für die Galerie legte. In Eigenregie fertigte er bereits 1972 ein Porträt des von 1950 bis 1963 als Rektor wirkenden Professors Georg Mayer und ließ ihm 1981 eines von Professor Julius Lips folgen, der 1949/50 der Alma mater vorstand.

Es sollte aber noch bis 1993 dauern, ehe die Uni sich per Beschluss dazu verpflichtete, allen Nachkriegsrektoren ein Bildnis zu widmen. Allerdings gibt es dabei weiter reichlich Nachholbedarf. Wagner, der 2003 starb, porträtierte noch den 1946/47 amtierenden Professor Hans-Georg Gadamer und Professor Lothar Rathmann (Rektor von 1975 bis 1987). Dessen Nachfolger Professor Horst Hennig, der bis 1990 die Uni führte, nahm sich Arno Rink künstlerisch an. Wie nunmehr bei Häuser waren die Schaffensprozesse nicht immer einfach. Cornelius Weiss war, wie Wagner bei der Bildübergabe 1999 wissen ließ, ein schwieriges Modell. „Er war unstet und hat ständig auf die Uhr geschaut.“

Von Mario Beck