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Lokales Prozess gegen CG-Chef Gröner gegen hohe Geldzahlung eingestellt
Leipzig Lokales Prozess gegen CG-Chef Gröner gegen hohe Geldzahlung eingestellt
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19:03 21.02.2019
Der Verfahren gegen den Chef der CG Gruppe, Christoph Gröner, ist eingestellt worden. Quelle: André Kempner
Leipzig

Das Amtsgericht Leipzig hat am Donnerstag den Prozess gegen den Immobilienunternehmer Christoph Gröner mit einer Geldauflage in sechsstelliger Höhe vorläufig eingestellt. Komme Gröner der Zahlung innerhalb von sechs Monaten nach, werde das Verfahren gegen den 50-Jährigen endgültig eingestellt, teilte Gerichtssprecher Stefan Blaschke auf LVZ-Anfrage mit. Details zur genauen Höhe der Geldsumme nannte der Sprecher nicht.

Der Gründer und Chef der CG-Gruppe war wegen Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung von der Staatsanwaltschaft Leipzig angeklagt worden. Der Beschluss zur Einstellung sei nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung erfolgt, informierte Blaschke weiter. Demnach kann ein Verfahren unter Auflagen eingestellt werden, wenn diese geeignet sind, das öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung zu beseitigen und die Schwere der Schuld dem nicht entgegensteht.

Gröner wies alle Vorwürfe zurück

Seit Anfang Dezember war an acht Prozesstagen gegen Gröner verhandelt und dabei auch eine Reihe an Zeugen gehört worden. Die Vorwürfe lagen zum Teil bereits 13 Jahre zurück. Laut Anklage soll der CG-Chef durch Steuerhinterziehung Dritte oder eigene Firmen begünstigt haben. Dem Fiskus war laut Staatsanwaltschaft durch fehlerhafte oder unvollständige Angaben ein Gesamtschaden im unteren sechsstelligen Bereich entstanden.

Laut einer vierten Anklage, die ebenfalls zu dem Strafverfahren am Amtsgericht zusammengefasst wurde, soll Gröner im Jahr 2005 nicht rechtzeitig Insolvenzantrag für eine Tochterfirma namens Kapitalkonzept Bauträgergesellschaft gestellt haben. Dabei sei dieses Unternehmen ab März 2005 nicht mehr in der Lage gewesen, alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Gröner hatte vor Gericht alle Vorwürfe als falsch zurückgewiesen.

CG Gruppe plant Großbauprojekte

Die mittlerweile in Berlin ansässige CG-Gruppe beschäftigt derzeit fast 800 Mitarbeiter in den zehn wichtigsten deutschen Städten. In Leipzig plant die Firma unter anderem das aktuell größte Bauprojekt der Stadt. Auf dem Gelände des ehemaligen Eutritzscher Freiladebahnhofs entsteht ein neues Viertel mit Wohnraum für bis zu 3700 Menschen. In das Projekt mit dem Namen „Leipzig 416“ soll rund eine Milliarde Euro fließen. Auch der aktuell laufende Umbau des alten Technischen Rathauses an der Prager Straße in ein vierteiliges Wohnensemble („Four Living“) ist ein Projekt der CG-Gruppe.

Das sind die 20 größten Bauprojekte in Leipzig:

Die Top 20 der größten Bauprojekte in Leipzig: Die Bilderstrecke zeigt, wo in den nächsten Jahren Milliarden investiert werden und was dort entsteht.

Von Robert Nößler

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