Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Quartiersschule Ihmelsstraße – ein Schild ersetzt symbolisch den Grundstein
Leipzig Lokales Quartiersschule Ihmelsstraße – ein Schild ersetzt symbolisch den Grundstein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:32 05.11.2019
Symbolisch: Schülersprecher Dennis Patzsch, die Bürgermeister Dorothee Dubrau und Thomas Fabian sowie Schulleiter Robert Hausotte (v.l.) mit dem Schild für die Quartierschule Ihmelstraße, das am fertigen Gebäude montiert werden soll. Quelle: André Kempner
Leipzig

„Das Auge isst mit“, heißt es beim Essen. „Das Auge lernt mit“, überträgt Schülersprecher Dennis Patzsch diesen Spruch auf die moderne Bildungsstätte, die für die Oberschule Ihmelsstraße entsteht. Der Siebtklässler und seine Mitschüler, die derzeit in einer Außenstelle Löbauer Straße 46 unterrichtet werden, freut sich, bald bessere Bedingungen fernab altmodischer Klassenräume und oft kaputter Toiletten zu bekommen. „An schöneren Orten können wir viel besser lernen.“

Ein „ambitioniertes Projekt“

Für den Bildungscampus im Leipziger Osten wurde am Dienstag der Grundstein gelegt. Symbolisch! Denn eigentlich sind der Anbau an die ehemalige Hermann-Liebmann-Oberschule, die mehr als 25 Jahre leer steht, sowie das neue Mehrzweckgebäude schon ein wenig dem Erdboden „entwachsen“. Rund um den maroden Altbau, der saniert wird, entsteht ein Campus, der vielfältige Angebote rund um Bildung und Erziehung bündelt. Ein „ambitioniertes Projekt“, wie mehrfach betont wurde.

So wird die ehemalige Hermann-Liebmann-Schule in der Ihmelsstraße – hier mit Erweiterungsbauten – einmal aussehen. Die Oberschule soll zum Schuljahresbeginn 2021/22 öffnen. Quelle: RBZ GP mbH, Dresden

„Die Quartiersschule Ihmelsstraße ist eines der größten Schulbauvorhaben der Stadt Leipzig“, erklärt Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Stolze 79 Millionen Euro, davon 49 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt, werden investiert. Der Rest sind Fördermittel des Bundes sowie des Freistaates Sachsen, etwa aus dem Programm „Soziale Stadt“. Die Oberschule soll bereits zum Schuljahresbeginn 2021/22 öffnen. Es folgen eine zweistöckige Sporthalle mit drei Feldern je Etage (2022) sowie ein Gymnasium (ab Schuljahr 2022/23).

Für eines der innovativsten Bildungsbauprojekte Leipzigs, die Quartiersschule Ihmelsstraße (Volkmarsdorf), wurde am Dienstag der symbolische Grundstein im Bereich der künftigen Oberschule und des neuen Mehrzweckgebäudes gelegt.

Die Architekturentwürfe stammen von der RBZ Generalplanungsgesellschaft mbH (Dresden). Diese versucht eine Symbiose aus Gründerzeit und moderner Architektur. „Ein Meilenstein in unserer Bildungslandschaft“, lobte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Die geplante Quartiersschule liegt im Leipziger Osten, einem Gebiet mit den aktuell höchsten Einwohnerzuwächsen. Aber eben auch in einem Areal, in dem viele sozial benachteiligte Menschen sowie Leipziger mit Migrationshintergrund leben. Die Stadtspitze erhofft sich eine große Ausstrahlkraft der künftigen Bildungsstätte, die viele Angebote für Menschen aus dem Stadtteil vorhalten soll. Von vornherein ist sie als Lern- und Lebensort konzipiert.

Symbiose von Stadtteil und Schule

Im Mehrzweckbau entstehen neben Aula und Mensa daher Räume für Volkshochschule und Musikschule, eine Erziehungsberatungsstelle sowie ein Anlaufpunkt des Quartiersmanagements Leipziger Osten. „Mit der Quartiersschule wird ein soziales und kulturelles Zentrum innerhalb des Stadtteils entstehen“, betonte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos). Schulleiter Robert Hausotte: „Als Quartiersschule konzipiert, wollen wir, dass Stadtteil und Schule eine Symbiose eingehen.“

Von Mathias Orbeck

Digitale Medien in der Grundschule? Der Bedarf nach Wissen rund ums mobile Netz wächst schon für die ersten Schulklassen. Ein Besuch in der Karl-Liebknecht-Grundschule in Leipzig.

05.11.2019
Lokales Linksextreme Gewalt in Leipzig – ein Kommentar Überfall auf Projektentwicklerin: Schleichende Eskalation

Der Überfall auf die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma ist der traurige Höhepunkt einer schleichenden Gewalt-Eskalation in Leipzig. Björn Meine fordert in seinem Kommentar eine frühzeitigere Distanzierung – auch von Gewalt gegen Sachen.

06.11.2019

Saarbrücken ist der erste internationale Flughafen Deutschlands, der keinen Lotsenbetrieb mehr vor Ort hat. Seit Anfang Dezember 2018 wird aus der Ferne in Leipzig gesteuert. Andere Airports werden folgen.

05.11.2019