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Lokales RB-Geschäftsstelle und Parkhaus kommen auf den Stadionvorplatz
Leipzig Lokales RB-Geschäftsstelle und Parkhaus kommen auf den Stadionvorplatz
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11:31 15.01.2020
Auf dem Vorplatz der Red Bull Arena in Leipzig sollen unter anderem eine neue RB-Geschäftsstelle und ein – eventuell unterirdisches – Parkhaus entstehen. Quelle: Kempner
Leipzig

Wenn es um Fußball geht, steht die Stadtverwaltung zuverlässig in der Fankurve. Mit deutlichen Worten hat das Baudezernat jetzt Ideen der Grünen-Fraktion zurückgewiesen, den Sportforum genannten Vorplatz der Red Bull Arena ohne RB zu gestalten. „Mit dem weiteren Wachstum von RB Leipzig ist eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl um mindestens 300 Personen bis 2030 zu erwarten“, schrieb das Dezernat in einem abgestimmten Verwaltungsstandpunkt. „Mit Blick auf vergleichbare Bundesligastandorte dürfte die Zahl noch weit darüber liegen und sich etwa bei 500 zusätzlichen Mitarbeitern bewegen.“

Cottaweg zu klein für 500 neue Jobs

Folglich sei die Grünen-Idee, die künftige RB-Geschäftsstelle nicht am Stadion, sondern am Trainingsgelände Cottaweg zu bauen, schon „flächenmäßig nicht realisierbar“. Auch aus anderen Gründen werde der Vorschlag als „nicht sinnvoll erachtet und abgelehnt“. So hätten sich Red Bull und RB mit dem Kauf des Stadions zum Standort bekannt. Mit der Geschäftsstelle wollten sie das Sportforum „wieder zum Hotspot der Sportstadt Leipzig machen. Und das gemeinsam und in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem Sportmuseum, mit den vielen im Hauptgebäude eingemieteten Vereinen und Verbänden, mit dem SC DHfK und dem Olympiastützpunkt.“ Der Cottaweg würde diesem Ziel widersprechen.

Den auf dieser Karte rot eingerahmten Bereich des Stadionvorplatzes will die Leipziger CDU als würdiges Entree zur Red Bull Arena neu gestalten – mit besserer Pflasterung, Beleuchtung, Begrünung und Bezügen zum früheren Flusslauf der Alten Elster nahe der Friedrich-Ebert-Straße. Den Fluss will der Freistaat Sachsen ab 2027 zum Hochwasserschutz neu anlegen. Quelle: Patrick Moye

Zudem hatten die Grünen gefordert, das Gelände des ehemaligen Schwimmstadions nicht an Dritte zu verkaufen oder zu verpachten. Vielmehr solle die Stadt diese Flächen selbst entwickeln, dabei Bedarfe von umliegenden Kitas und Schulen sowie zur Verwaltungsunterbringung berücksichtigen. Den Bau eines (eventuell unterirdischen) Auto-Parkhauses lehnten die Grünen ab.

Parkhaus entlastet Waldstraßenviertel

Auch in diesen Punkten erteilte ihnen das Rathaus nun die Rote Karte. Schon um das Pflichtenheft für die Fußball-EM 2024 zu erfüllen, müsse der Stadionbetreiber bis zu 1200 Stellplätze nachweisen (für VIP-Gäste, TV-Stationen, Fans mit Handicap). Außerhalb der Spielzeiten entlaste ein Parkhaus die Parksituation im Waldstraßenviertel und bei Veranstaltungen/Konzerten in der Quarterback Immobilien Arena. Die Stadt verhandle mit RB über ein Erbbaurecht für die Flächen des Schwimmstadions. Mit Ausnahme des Sportmuseums und Sportamtes gebe es vor Ort keinen Platz mehr für andere kommunale Einrichtungen.

Bis Ende 2020 lege die Stadt einen „Masterplan Stadionumfeld“ vor. Dabei berücksichtige sie die Wünsche der CDU und der Grünen nach einer besseren Gestaltung des Stadion-Entrees.

Von Jens Rometsch

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