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Lokales Raupen fressen Eichenbestand am Cospudener See kahl
Leipzig Lokales Raupen fressen Eichenbestand am Cospudener See kahl
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06:01 06.06.2019
Schwammspinner haben einen Roteichenbestand am Cospudener See befallen und die meisten Bäume schon leergefressen. Quelle: Jörg ter Vehn
Leipzig

Wer genau hinsieht, bemerkt die Arbeit der gefräßigen Raupen auch vom Rundweg des Cospudener Sees. An der Südspitze, unweit der dortigen Schleusenbaustelle, liegt der betroffene Roteichenbestand nur einen Steinwurf vom Weg entfernt hinter einigen Pappeln verborgen. Aber auch von der A 38 aus ist der Befraß zu sehen.

Beim Näherkommen fallen die kahlen Baumspitzen in dem etwa 20 bis 30 Jahre alten Bestand sofort auf. Es raschelt zwischen den grauen Stämmchen, leise rieseln einige grüne Blattreste zu Boden. An den Stämmen der Roteichen machen sich ganze Karawanen von Raupen auf den Weg abwärts – zum nächsten Baum. Wer an den noch grünen Waldsaum schaut, kann dort schon die nächsten Raupen bei der Arbeit sehen. Der Schwammspinner hat sich breit gemacht. Tausende der gefräßigen Insekten sind unterwegs. Das Ende dieses Waldes scheint besiegelt.

Ein rund 20 Hektar großer Bestand an Roteichen am Cospudener See wird derzeit von Schwammspinnern leergefressen. Den Förstern sind die Hände gebunden, sie können nur auf die Erholungskraft der Baume und den sogenannten Johannistrieb hoffen.

Stadtförster Andreas Sickert sieht das anders. „Wir hoffen darauf, dass die Bäume wieder austreiben und überleben“, sagt er und macht keinen Hehl daraus, auch keine Alternative zu haben. Sickert setzt auf den sogenannten Johannistrieb, mit dem gerade Eichen und Buchen auf einen Schädlingsbefall im Frühjahr reagieren können. Der kräftige, zweite Austrieb im Jahr geschieht dann meist gegen Ende Juni, genügt zum Überleben des Baumes.

Tatsächlich beenden die Schwammspinner meist gegen Ende ihren Befraß und beginnen sich zu verpuppen. Aus ihnen werden Nachtfalter.

Schwammspinner zählen zu den Trägspinnern, gehören zur Familie der Eulenfalter. Neben Obstbäumen befallen sie überwiegend Eichen und Rotbuchen. Die angegriffene Fläche am Cospudener See ist rund 20 Hektar groß. Neben dieser gilt derzeit auch ein Teil der sogenannten Kippe am Kulkwitzer See als befallen.

Von Jörg ter Vehn

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