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Lokales Regenbogenflagge in Leipzig gehisst – so bunt wird der Christopher Street Day
Leipzig Lokales Regenbogenflagge in Leipzig gehisst – so bunt wird der Christopher Street Day
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17:41 05.07.2019
Der Start in die Leipziger CSD-Woche, wird mit dem obligatorischen hissen der CSD-Fahne am Neuen Rathaus eingeläutet. Auch am Leipziger Hauptbahnhof wurde das Symbol der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern an beiden Eingangsportalen gehisst.
Der Start in die Leipziger CSD-Woche, wird mit dem obligatorischen hissen der CSD-Fahne am Neuen Rathaus eingeläutet. Auch am Leipziger Hauptbahnhof wurde das Symbol der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern an beiden Eingangsportalen gehisst. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) hat am Freitag die Regenbogenflagge vor dem Neuen Rathaus gehisst. Damit hat der Leipziger Christopher Street Day (CSD) begonnen. Auch am Hauptbahnhof sind in diesem Jahr die Symbole der queeren Bewegung positioniert worden.

Der CSD ist der Demonstrationstag der lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten und intersexuellen Community (LGBTIQ+). Dabei handelt es sich eigentlich weniger um einen Tag, als um ein einwöchiges buntes Programm, das seinen Abschluss am 13. Juli in einem großen Umzug und einem Straßenfest auf dem Leipziger Markt findet.

Gedenken an die Stonewall-Aufstände von 1969

Die bunte Parade, die auch in vielen anderen deutschen Städten abgehalten wird, hat allerdings einen ernsten Hintergrund. Sie erinnert an die gewaltvollen Auseinandersetzungen, die im Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street statt fanden, als sich Homosexuelle gegen polizeiliche Willkür wehrten. Die sogenannten Stonewall-Aufstände liegen 2019 genau 50 Jahre zurück.

Die Regenbogenflagge in Leipzig ist gehisst – auch am Hauptbahnhof. Damit startet die CSD-Woche.

„Deswegen haben wir sie in diesem Jahr zum Themenschwerpunkt gemacht“, erklärt CSD-Sprecherin Sandra Kamphake.“Wir wollen damit zeigen, dass in den vergangenen fünf Jahrzehnten viel erreicht wurde, aber dass wir noch nicht fertig sind.“ Die Ehe für Alle sei ein großer Schritt für die Gleichstellung gewesen, aber eben nicht alles. „Es geht auch um gesellschaftliche Akzeptanz.“

Diskussionen, Vorträge, Partys

Nach dem Startschuss durch den öffentlichem Empfang im Rathaus, verlagert sich das CSD-Programm an verschiedene Orte in der Stadt. So wird gleich zwei Mal eine Dokumentation über die New Yorker Stonewall-Aufstände gezeigt, einmal am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Kinobar Prager Frühling sowie am 10. Juli um 20 Uhr in der Nato.

Außerdem gibt es verschiedene Diskussionsrunden und Vorträge. Ein Höhepunkt sollen auch die Lustspiele am kommenden Samstag im Friedenspark sein. „Es geht um Aufklärung, aber wer möchte, kann sich auch im Dildo-Weitwurf üben,“ so Kamphake.

Von Pia Siemer/jhz