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Lokales Richtfest für Leipzigs größtes Wohnprojekt
Leipzig Lokales Richtfest für Leipzigs größtes Wohnprojekt
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23:01 16.08.2018
Schwangen zum Richtfest den Hammer (von links): Maximilian Trappe vom Architektur-Büro Homuth+Partner, die kommissarische Bauamtsleiterin Kathrin Rödiger sowie die Leipziger Instone-Geschäftsführer Torsten Kracht und Andreas Rühle. Quelle: Fotos: Armin Kühne
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Leipzig

Sieben Kräne, 14 riesige Häuser und das Dach einer Tiefgarage, für deren Bau 40 000 Kubikmeter Erdreich bewegt werden mussten – so sah das Ambiente für das Richtfest in der früheren Heeresbäckerei aus. Hunderte Handwerker und Gäste begrüßte der Investor Instone Real Estate am Donnerstag zu der traditionellen Zeremonie an der Olbrichtstraße.

347 Wohnungen nächstes Jahr bezugsfertig

„Wir verwirklichen hier das aktuell größte Wohnprojekt in Leipzig“, sagte Geschäftsführer Torsten Kracht, bevor er etlichen Projektbeteiligten für ihre „oft schweißtreibende Arbeit“ dankte. Exakt 347 Wohnungen sollen im nächsten Jahr bezugsfertig werden – und zwar etwa von Frühjahr bis Herbst. „Das hat den Vorteil, dass niemand lange auf einer Baustelle leben muss. Immerhin gehören zu den über 700 Menschen, die hier bald einziehen, viele Familien mit Kindern.“ Unter anderem auf dem Dach der Tiefgarage seien große Grünflächen geplant, mehrere Spielplätze, Grillecken sowie Elektroladesäulen an den Besucherparkplätzen.

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Fast alle Einheiten bereits verkauft

Um den engen Fertigstellungskorridor zu ermöglichen, wurde das Vorhaben in zwei Bereiche geteilt, so Geschäftsführer Andreas Rühle. 245 Wohnungen in den denkmalgeschützten Altbauten errichte Instone selbst – mit Handwerksfirmen aus der Region.

Die 1875 bis 1877 entstandenen Kasernengebäude werden – nach langem Leerstand – nun denkmalgerecht saniert. Quelle: Armin Kühne

Um die 102 Quartiere in den neuen Häusern kümmere sich im Auftrag des Investors die Firma Köster Bau. „Wir sind fast komplett ausverkauft“, sagte Rühle. Sowohl Kapitalanleger als auch Eigennutzer hätten sich die mit allem Komfort ausgestatteten Wohnungen gesichert. Das 3,7 Hektar große Gebiet der Heeresbäckerei wurde 1875 bis 1877 vom sächsischen Militär mit Backstuben und Lagerhäusern gefüllt, um die Versorgung der umliegenden Kasernen zu sichern. „Die Nähe zu den vielen Arbeitsplätzen und Seen im Norden der Stadt wird sicher dazu führen, dass auch viele Neu-Leipziger einziehen“, prophezeite Kracht. Mit den denkmalgerecht sanierten Fünf- bis Sechsgeschossern wolle man ihnen dann ein Stück Leipziger Historie nahebringen.

Nächstes Großprojekt in altem Parkkrankenhaus

Die Mieten liegen – je nach Lage, Größe und Ausstattung – voraussichtlich in der Spanne von 7,50 bis 12,50 Euro. Dies entscheide der jeweilige Eigentümer, erläuterte Kracht. Beim nächsten Mega-Projekt in Leipzig – der Verwandlung des alten Parkkrankenhauses in Dösen, wo über 600 Wohnungen plus Kita geplant sind – wolle Instone erstmals auch sozialen Wohnungsbau nutzen, kündigte er an.

Von Jens Rometsch

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