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Lokales Richtfest für zwei neue City-Hotels: Capri by Fraser und Premier Inn öffnen 2020
Leipzig Lokales Richtfest für zwei neue City-Hotels: Capri by Fraser und Premier Inn öffnen 2020
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20:37 02.09.2019
So sollen die beiden Hotels gegenüber der Leipziger Oper zur Fertigstellung im Jahr 2020 aussehen. Links: das Premier Inn, rechts: das Capri by Fraser am Brühl. Quelle: GBI AG
Leipzig

Auf dem Leipziger Hotel-Markt engagieren sich immer mehr internationale Ketten. Am Montag wurde am Brühl Richtfest für zwei neue Häuser gefeiert, die beide 2020 öffnen sollen. Betreiber sind zwei ausländische Top-Marken.

Ursprünglich sollten die Herbergen mit insgesamt 337 Zimmern schon in diesem Jahr fertig werden, räumte Reiner Nittka am Rande der Zeremonie ein. Doch es habe „etliche Monate Verzug durch Nachbar-Widersprüche“ gegeben, so der Vorstandschef von Deutschlands größtem Hotel-Projektentwickler GBI mit Sitz in Berlin. Dadurch hätten die Bauarbeiten auf dem 2780 Quadratmeter großen Areal erst im September 2018 beginnen können.

Briten erwarben Abrissgrundstück von Unister

Wie berichtet, hatte der britische Marktführer Whitbread (800 Hotels) das Abrissgrundstück Ende 2015 von Eigentümern des früheren Leipziger Internet-Unternehmens Unister gekauft. Die Entscheidung habe sich als Glücksfall erwiesen, weil Unister kurz danach in die Insolvenz rutschte, erinnerte Nittka nun.

Gegenüber der Leipziger Oper stehen zwei neue Hotels internationaler Marken nun schon im Rohbau – hier ein erster Blick ins Innere.

Zudem hätten die Briten bald darauf den Weg für eine Kooperation freigemacht, wie sie schon seit längerer Zeit an der Messe Frankfurt/Main ausgezeichnet funktioniere. Genau wie dort sei nun auch in Leipzig ein Hotel-Doppel herangewachsen – bestehend aus einem Premier Inn (186 Zimmer im Bereich Premium-Economy) und einem Capri by Fraser (151 Apartments auf Vier-Sterne-Niveau). „Die Tiefgarage nutzen beide gemeinsam.“

Costa-Coffee kürzlich an Coca Cola verkauft

Premier Inn ist die Hausmarke von Whitbread. Diese preisgünstigen Herbergen bekommen stets eine öffentliche Costa-Coffee-Filiale. Allerdings habe der Konzern die Kaffeekette kürzlich an Coca Cola verkauft, um mehr Kapital für einen straffen Expansionskurs zu haben, erläuterte Kai Backeberg von Whitbread. „In den nächsten zehn Jahren wollen wir in Deutschland 300 Premier Inn eröffnen.“ Das erste im Osten der Republik erhalte Leipzig, es solle im Sommer 2020 öffnen. Genutzt wird dafür der südliche Teil des Grundstücks – entlang der Goethe- und Ritterstraße. Als Generalunternehmer ist dort Köster Bau tätig. Der Fassadenentwurf stammt vom Architekturbüro RKW.

Konferenzräume, Fitnessstudio, Waschsalon und Bar

In der künftigen Lobby des anderen Neubaus fand am Montag das gemeinsame Richtfest statt. Am Brühl und entlang der Goethestraße (also genau gegenüber der beiden Hotels Meininger sowie Vienna House mit insgesamt 332 Zimmern) erhalte jedes Apartment eine Mini-Küche und einen Arbeitsbereich, sagte Rebecca Hollants Van Loocke, Leiterin des Europa-Geschäfts der aus Singapur stammenden Frasers-Gruppe (weltweit 148 Hotels). Hinzu kämen Konferenzräume, Fitnessstudio, Waschsalon, Restaurant, Bar, ein Speisenangebot rund um die Uhr, elektronischer Concierge und Internet-TV. Das Konzept ziele nicht nur auf Wirtschaftsreisende, die oft länger bleiben, betonte sie.

Für das Capri by Fraser in Leipzig wurde bereits ein Musterzimmer im zweiten Stock eingerichtet. Es erhält 151 Apartments auf Vier-Sterne-Niveau, stets mit einer kleinen Küche, Bad und Arbeitsbereich ausgestattet. Quelle: Jens Rometsch

Die gute wirtschaftliche Entwicklung Leipzigs werde international wahrgenommen, so die Managerin aus London. „Wir haben gesagt: Leipzig ist der richtige Platz zum Investieren.“ Errichtet wird das Capri by Fraser durch den Baukonzern Poor, der Architekturentwurf stammt von Nalbach+Nalbach. Das Haus soll im Februar 2020 an den Betreiber übergeben werden.

GBI hatte diese Teilfläche von Whitbread erworben und das fertige Projekt schon 2017 in einem Vorwärtsdeal an den Investor Duxton Capital aus Köln verkauft. Dieser will die Immobilie langfristig behalten.

Von Jens Rometsch

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