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Lokales Nach schwerem Unfall: Grüner Stadtrat fordert Überholverbot auf S46
Leipzig Lokales Nach schwerem Unfall: Grüner Stadtrat fordert Überholverbot auf S46
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11:20 09.09.2019
Zwei Schwerverletzte gab es bei einem Unfall am vergangenen Donnerstagabend auf der Leipziger Rippachtalstraße. Quelle: Einsatzfahrten Leipzig
Leipzig

Nach einem Unfall auf der Rippachtalstraße (S46) erhebt Grünen-Stadtrat Michael Schmidt Vorwürfe gegen die Leipziger Straßenverkehrsbehörde. Am vergangenen Donnerstag waren zwei Personen bei einem Zusammenprall in einer langgezogenen Kurve in Großzschocher schwer verletzt worden.

Zwei Schwerverletzte bei Überholmanöver

Nach Angaben der Polizei überholte eine 42 Jahre alte Frau kurz nach 20 Uhr in der Kurve. Dabei beachtete sie ein entgegenkommendes Fahrzeug mit einem 73 Jahre alten Mann am Steuer nicht.

Die Wagen prallten zusammen, wurden von der Fahrbahn geschleudert. Beide Fahrer kamen schwer verletzt ins Krankenhaus.

Eigene Familie fast ebenfalls betroffen

Schmidt wohnt selbst in Sichtweite der Rippachtalstraße. „Ich erlebe dort regelmäßig, wie es zu Unfällen unterschiedlicher Art kommt.“ 2016 sei er mit seinen Kindern in einer der beiden lang gezogenen Kurven fast selbst Opfer eines Autofahrers geworden, der waghalsig einen Lastwagen überholen wollte. „Ich kann von großem Glück reden, dass dies nicht in einem verheerenden Unfall endete. Der Lkw, der Pkw und mein Auto begegneten sich an exakt derselben Stelle und fuhren dort quasi in drei Reihen aneinander vorbei.“

Behörde erkannte keine Unfallhäufung

Erst kurz zuvor hatte es damals in der Rippachtalstraße einen tödlichen Unfall gegeben. Daher wandte sich Schmidt an die Straßenverkehrsbehörde mit der Bitte, ein Überholverbot auf diesem Teil der S46 zu prüfen. Die Behörde lehnte ab.

Begründung: Es liege weder eine Unfallhäufungsstelle vor noch seien Unfälle in der gleichen oder ähnlichen Konstellation bei der Polizei gemeldet.

Zwei Schwerverletzte gab es bei einem Unfall am vergangenen Donnerstagabend auf der Leipziger Rippachtalstraße. Quelle: Einsatzfahrten Leipzig

„Diese Sätze zeigen, dass erst etwas passieren muss, bis die Straßenverkehrsbehörde eine Anordnung im Sinne der Sicherheit der Menschen trifft“, kritisiert der Grüne nun. „Das kann es ja wohl nicht sein. Aus meiner Sicht wäre auch der jüngste Unfall durch ein Überholverbot vermeidbar gewesen.“

Schmidt betonte, er hoffe, dass es den Opfern bald wieder besser gehe. Er hat jetzt erneut ein Protestschreiben an die Straßenverkehrsbehörde geschickt.

Von Jens Rometsch

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