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Lokales Robert Habeck kritisiert Kühnert-Vorschläge: „Dusselig“
Leipzig Lokales Robert Habeck kritisiert Kühnert-Vorschläge: „Dusselig“
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14:43 08.05.2019
Robert Habeck (r.), Bundesvorsitzender der Grünen, im Gespräch mit Lehrer Jens-Uwe Jopp bei einer Diskussion vor und mit Schülern am Mittwoch im Leipziger Schiller-Gymnasium. Quelle: André Kempner
Leipzig

Robert Habeck hält die Vorschläge von Kevin Kühnert für „dusselig, übers Ziel hinausgeschossen“. Das sagte der Bundesvorsitzende der Grünen am Mittwoch bei einer Diskussion mit Schülern und Lehrern im Leipziger Schiller-Gymnasium. Allerdings sei auch die darauf folgende Empörung der Sache nicht angemessen gewesen. Der Juso-Vorsitzende Kühnert hatte sich vor einer Woche in einem Interview mit der „Zeit“ unter anderem für eine Kollektivierung großer Unternehmen „auf demokratischem Wege“ ausgesprochen. „Kevin Kühnert ist doch nicht die SPD“, sagte Habeck weiter. Das Thema habe die Politik über Tage beschäftigt. Er habe das Spiel Liverpool gegen Barcelona am Dienstagabend weitaus spannender gefunden.

„Weil sie aufgepasst haben, sind die Schüler jetzt auf der Straße.“

Schulen sollten sich nach Habecks Ansicht „nicht auf Inhalts-Vermittlungs-Anstalten reduzieren“ lassen. Es müsse Räume geben, in denen sich Schüler einbringen können. Auch für ihn als Politiker sei es einerseits wichtig, fundiert über Themen wie das Steuersystem, Biologie oder europäische Geschichte Bescheid zu wissen, „sonst würde man ja nur labern“. Andererseits gehe es auch um Kreativität, Leidenschaft, Gemeinsinn – Dinge, die sich nicht einfach mal eben lernen ließen. Das sei eine auch politisch ständig umkämpfte Gratwanderung, wie die Diskussionen um die „Fridays for Future“-Demonstrationen zeige. „Weil sie im Unterricht aufgepasst haben, sind die Schüler jetzt auf der Straße. Offensichtlich erkämpft sich eine Generation politisches Gehör, das ist doch großartig.“ Er halte für möglich, dass später mal in einem Bewerbungsgespräch kritisch nachgefragt würde, warum jemand damals 2018/19 keine Fehlstunden hatte.

Wenn die Bewegung längerfristig Erfolg haben wolle, brauche sie allerdings konkrete Zeile, auch auf lokaler Ebene. Die Schülerdemos seien auch seiner Partei ein Stachel im Fleisch, sagte der Grünen-Vorsitzende. „Wir müssen uns überlegen, ob wir zu lau geworden sind.“

Von Jürgen Kleindienst

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