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Lokales Britische Automobilkunst am Bundesverwaltungsgericht
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Rolls-Royce und Bentley rollen nach Leipzig

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16:58 30.07.2020
Clubmitglieder wie Organisator Thomas Walter schätzen die Gediegenheit britischer Automobile. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die deutsche Sektion des Rolls-Royce Enthusiasts’ Clubs hat Leipzig als Veranstaltungsort für ein Herbsttreffen seiner Mitglieder ausgewählt. Vom 1. bis zum 4. Oktober werden mindestens 30 Mitglieder mit ihren Nobelkarossen der Marken Rolls-Royce und Bentley aus den Jahren 1925 bis 2017 erwartet und wollen ihre Fahrzeuge präsentieren.

Club-Vorstand will nach Leipzig

Organisiert wird das Treffen von dem Leipziger Thomas Walter, der seit 2016 Mitglied der deutschen Sektion des Rolls-Royce Enthusiasts’ Clubs ist. „Der Vorstand hat mich vor eineinhalb Jahren gebeten, dieses Treffen vorzubereiten“, erklärte der Jurist, der Besitzer eines sechs Meter langen Rolls-Royce Phantom ist. „Es gibt ein Interesse, unsere Region zu besuchen.“

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Auf dem Programm stehen Führungen durch die Innenstadt und der Besuch von Sehenswürdigkeiten wie der Nikolaikirche oder der Thomaskirche. Auch Besuche des Stasi-Museums in der Runden Ecke und des Museums der bildenden Künste sind vorgesehen.

Mitglieder wollen nicht „snobbish“ sein

Am 3. Oktober sind Ausfahren zum Schloss Neuenburg in Freyburg an der Unstrut und eine Präsentation der Fahrzeuge im Schlosshof geplant; am 4. Oktober sollen die Nobelkarossen ab 10.15 Uhr auf dem Platz vor dem Bundesverwaltungsgericht präsentiert werden.

Die Section Germany des Rolls-Royce Enthusiasts’ Clubs (RREC) betont, dass ihre Mitglieder nicht „snobbish“ seien, sondern Kontakt zu allen Menschen suchen, die sich für Rolls-Royce und Bentley interessieren. Die Fahrzeug-Fans lieben die Gediegenheit der handgefertigten Autos und besonders deren Qualität. „Wir wollen uns mit der britischen Technik auseinandersetzen, zumeist rechts auf der Fahrerseite sitzen, einen anderen Fahrstil pflegen und uns manchmal auch mit Unzulänglichkeiten abfinden“, beschreibt Club-Sprecherin Antje Zogbaum die Einstellung der Mitglieder.

Nur wenig Sachsen im Club

In Sachsen hat der RREC derzeit nur sehr wenige Mitglieder, in Leipzig nur drei. „Mitglied kann praktisch jeder werden, auch wenn er keinen eigenen Rolls-Royce oder Bentley hat“, so Walter. Traditionelle Hochburgen des Clubs sind in Deutschland Hessen, Westfalen, Niedersachsen und Bayern. Dort gibt es die meisten der insgesamt 420 deutschen Mitglieder.

Der hiesige RREC ist eine von 19 Sektionen, die einer britischen Zentrale angeschlossen sind. Diese wurde am 11. August 1957 durch den Briten Edward (Ted) Harris mit elf weiteren Landsleuten gegründet. Seitdem Rolls-Royce im Jahr 1931 die Marke Bentley übernommen hatte, sind auch diese Automobile eingeschlossen. Das erste Treffen fand am 15. September 1957 in Form einer Rallye statt. Inzwischen hat der RREC die Marke von 11 000 Mitgliedern weltweit überschritten und die Zahl wächst stetig weiter.

Von Andreas Tappert

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