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Lokales Neues Quartier: 330 Wohnungen an der Rosa-Luxemburg-Straße geplant
Leipzig Lokales Neues Quartier: 330 Wohnungen an der Rosa-Luxemburg-Straße geplant
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08:56 13.09.2019
So in etwa soll künftig das Entrée an der Ecke Hofmeisterstraße (links, nicht im Bild) sowie Rosa-Luxemburg-Straße (rechts) aussehen. Vor dem Neubau gibt es einen kleinen, begrünten Platz. Quelle: GSP
Leipzig

Eine 1,3 Hektar große Brachfläche an der Rosa-Luxemburg-Straße im Leipziger Osten soll bald neu bebaut werden. Wie Geschäftsführer Torsten Kracht gegenüber der LVZ bestätigte, hat der Projektentwickler Instone Real Estate das Gelände unlängstgekauft.

Brache reicht bis zur Elim-Kirche

Wie berichtet, gehörte das betroffene Areal früher der Münchner Immobilienfirma Argenta. Die Fläche liegt genau gegenüber vom Krystallpalast-Gelände, für das andere Investoren schon länger eine Baugenehmigung besitzen. Instone indes will auf der anderen Seite der Hofmeisterstraße aktiv werden. Die Fläche erstreckt sich von dort aus bis zur Hans-Poeche-Straße, reicht also bis neben die Traditionsbäckerei Göbecke sowie die Kirche der evangelischen Elim-Gemeinde.

Auf der 1,3 Hektar großen Brachfläche neben der Rosa-Luxemburg-Straße (rechts) sollen 330 Wohnungen, eine Kita und einige Läden entstehen. Das ruinierte Gründerzeithaus mit den grünen Sicherheitsnetzen wird dabei denkmalgerecht saniert. Quelle: Jens Rometsch

„Ab Ende 2019 möchten wir auf unsere neuen Nachbarn zugehen und über die Pläne sprechen“, kündigte Kracht an. Das gelte auch für die Eigentümer von zwei sanierten Häusern, die an der Ecke Hofmeister-/Dohnanyistraße stehen. Vorgesehen sei ein „lebendiges, gemixtes Stadtquartier“ mit etwa 330 Wohnungen – für Mieter ebenso wie für Eigennutzer. „Entlang der Rosa-Luxemburg-Straße können wir uns sehr gut ein altengerechtes oder betreutes Wohnen vorstellen. Dort wäre im Erdgeschoss auch Platz für Läden und Gewerbe.“

Bau einer Kita wird geprüft

An der Hofmeister- und Dohnanyistraße ließen sich gut Wohnungen für Familien sowie Apartments für Studenten, Singlehaushalte und Pendler einordnen. „In Abstimmung mit der Stadt prüfen wir auch die Integration einer Kindertagesstätte.“ Ebenfalls möglich wäre die Einbindung eines kleinen Nahversorgers an der Rosa-Luxemburg-Straße. Auf jeden Falle orientiere sich Instone an einem positiven Bauvorbescheid, den der frühere Eigentümer schon für das Areal von der Kommune erhalten hatte. Ein ruiniertes Gründerzeithaus, das seit Jahren einsam an der Rosa-Luxemburg-Straße steht, werde denkmalgerecht saniert.

Kein weiteres Hotel vorgesehen

Argenta hatte für die städtebauliche Entwicklung das Münchner Architekturbüro GSP engagiert. Dessen Arbeit werde nun noch in Teilen durch das Leipziger Architekturbüro Homuth+Partner fortgesetzt und angepasst. „Wir möchten auch eigene Ideen einbringen“, erklärte Kracht dazu. „Wir sind zum Beispiel kein Hotel-Entwickler. Deshalb planen wir an diesem Standort kein neues Hotel ein.“

Begrünte Tiefgarage im Hof

Im Hof des riesigen Gevierts werde eine Tiefgarage mit begrüntem Dach installiert. Der jetzige Investor hoffe, dass bei dem Projektbereits die neue Leipziger Stellplatzsatzung greift. Wie berichtet, soll der Stadtrat im Oktober über die Satzung entscheiden. Demnach müssten bei kleinen Apartments und guter ÖPNV-Anbindung nur noch etwa halb so viele Autostellplätze gebaut werden, aber deutlich mehr Fahrrad-Plätze. Kracht: „Für unser Projekt ROSA wäre das absolut sinnvoll. Es besteht zu einem Großteil aus Mikroapartments unter 50 Quadratmetern. Bus- und Straßenbahnhaltestellen, der Hauptbahnhof und die City liegen vor der Tür.“

Arbeiten sollen 2021 beginnen

Der börsennotierte Projektentwickler Instone Real Estate ist seit August im S-Dax gelistet. Das Verkaufsvolumen für das neue Projekt mit insgesamt 23 500 Quadratmetern Wohnfläche gab der Konzern mit 110 Millionen Euro an. „Wir wollen die Planungen zügig weiter voran treiben. Wohnungen werden in Leipzig dringend gebraucht“, sagte Kracht. Er hoffe, dass die Arbeiten 2021 beginnen können.

Von Jens Rometsch

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