Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Rund 1500 junge Menschen gehen in Leipzig fürs Klima auf die Straße
Leipzig Lokales Rund 1500 junge Menschen gehen in Leipzig fürs Klima auf die Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:12 15.03.2019
Um auf die Folgen des globalen Klimawandels hinzuweisen, streikten am Freitag Schüler in über 1600 Städten weltweit - auch in Leipzig auf dem Richard-Wagner-Platz. 
Um auf die Folgen des globalen Klimawandels hinzuweisen, streikten am Freitag Schüler in über 1600 Städten weltweit - auch in Leipzig auf dem Richard-Wagner-Platz.  Quelle: Dirk Knofe
Anzeige
Leipzig

Hunderte Menschen haben sich am Freitag in Leipzig für eine Wende in der Klimapolitik stark gemacht. Der Schulstreik ist Teil einer Protestaktion, die in mehreren Ländern stattfindet. „Es muss aufhören, dass Einige über das Schicksal von Millionen entscheiden“, sagte Kai Tischer vom Bündnis Ende Gelände, das die Aktion unterstützt.

Gegen 12.30 Uhr trafen sich die Demonstranten auf dem Richard-Wagner-Platz, um nach den Redebeiträgen durch die Innenstadt zu ziehen. Nach ersten Schätzungen hatten sich etwa 1500 hauptsächlich junge Menschen an den Protesten beteiligt. Im Vorfeld war mit circa 1000 Teilnehmern gerechnet worden.

Klima-Protest auf dem auf dem Richard-Wagner-Platz: Rund 1500 Schüler beteiligten sich in Leipzig an den „Fridays for Future“-Demos, die am 15. März weltweit in mehr als 1600 Städten stattfanden.

Auch eine Gruppe aus München – momentan auf Klassenfahrt in Leipzig zu Gast – nahm an der Demo teil. „Unsere Lehrerin hat die Pause bei der Exkursion extra so gelegt, dass wir kommen können“, erklärte Demonstrantin Solveig. „Die Schule unterstützt auch Schüler, die in München zur Demo wollen. Aber den Stoff müssen wir trotzdem nachholen. Wir finden das eine gute Entscheidung.“

Am Freitag sind Hunderte in Leipzig für das Klima auf die Straße gegangen - auch diese Gruppe aus München beteiligte sich an den Protesten unter dem Motto "Fridays for Future". Quelle: Pia Siemer

Gründerin der mittlerweile globalen Bewegung Fridays for Future (Freitage für die Zukunft) ist die Schwedin Greta Thunberg. Seit August 2018 verweigert die 16-Jährige immer freitags den Schulunterricht. Sie will solange streiken, bis ihr Heimatland die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens erfüllt.

Auch in anderen deutschen Großstädten versammelten sich Hunderte bis Tausende Jugendliche, angekündigt waren Kundgebungen in mehr als 210 Orten bundesweit. Zur Veranstaltung in Berlin waren nach Polizeiangaben 5000 Teilnehmer angemeldet.

Von Pia Siemer/jhz