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Lokales „Zwingli“ Max Simonischek: Den Mittelalter-Topfschnitt trug er nach dem Dreh auch privat
Leipzig Lokales „Zwingli“ Max Simonischek: Den Mittelalter-Topfschnitt trug er nach dem Dreh auch privat
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00:47 19.09.2019
Max Simonischek (links) gibt gleich mehrere Autogramme für Sammler Christoph Kräupziger (21). Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Theater- und Kinoschauspieler Max Simonischek (36) präsentierte am Mittwochabend in den Passage-Kinos das Historiendrama „Zwingli –Der Reformator“. Der Film spielt um 1520 in Zürich. Zwingli war so etwas wie der Martin Luther der Schweiz, eine nationale Legende, die jedes Kind kennt. Demzufolge lief der Film in der Schweiz auch sehr erfolgreich. „Gemessen an der Einwohnerzahl des Landes war er dort eine Art Blockbuster“, schmunzelte Koproduzent Mario Krebs.

Schauspieler Max Simonischek (links) mit Autogramm-Sammler Christoph Kräupziger (21). Quelle: Dirk Knofe

Offizieller Kinostart in Deutschland ist am 31. Oktober. „Ich hoffe und glaube fest daran, dass der Film in Deutschland genauso gut läuft. Verdient hat er es“, so der Hauptdarsteller. Gedreht wurde Anfang 2018 in Zürich und in Stein am Rhein. Max Simonischek erinnert sich vor allem daran, dass es kalt war. Der schwere Umhang des Predigers half ihm, in die Rolle hineinzufinden. Auffällig auch seine Haartracht im Film, eine Art Mittelalter-Topfschnitt. Das war keine Perücke: „Alles meine Haare. Die habe ich dann auch privat noch eine Weile so getragen.“ Mittlerweile sind seine Haare lang und er trägt sie am Kopf zusammengebunden. Außerdem erinnert sich der Schauspieler daran, dass das Gruppengefühl am Set stark war und eine Teamleistung entstand, „wie man es sich wünscht“. In „Zwingli“ steht er zum ersten Mal mit seiner Mutter Charlotte Schwab vor der Kamera – den Vorschlag hatte er selbst gemacht. Sie spielt seine Schwiegermutter, die dem Theologen Zwingli feindlich gegenübersteht.

Der Sohn von Schauspieler Peter Simonischek (Toni Erdmann) ist in der Schweiz und in Deutschland aufgewachsen. Leipzig kennt er ein wenig –zumindest stand er in den Passage-Kinos schon einmal auf dem Roten Teppich. Im November 2013 war das. Da stellte er zusammen mit Martina Gedeck, Henry Hübchen und Regisseur Markus Imboden seinen Film „Am Hang“ vor. Mit Frau und Tochter lebt er in Berlin. „Und einmal bin ich über Nacht in Leipzig hängen geblieben. Auf der Zugfahrt zwischen Frankfurt und Berlin“, erinnert er sich. Mehrere Stunden vertrieb er sich damals in der Currywurstbude am Hauptbahnhof. Auch diesmal kam er mit dem Zug aus Berlin.

Die 19. Leipziger Filmkunstmesse läuft noch bis Freitag. Wochen vor dem offiziellen Bundesstart können sich Kinobetreiber, Verleiher oder Marketingexperten mehr als 70 neue Filme ansehen. Schauplätze sind die Kinos Passage, Schauburg und Kinobar Prager Frühling. Tagsüber gibt es Seminare und Workshops, abends Empfänge und Partys. Vorwiegend richtet sich das Programm an Fachleute, abends gibt es Publikums-Vorstellungen mit prominenten Darstellern und Regisseuren.

Von Kerstin Decker

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