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Lokales Schkeuditz: Doppelt so viele Hitze-Patienten, auch St. Georg in Leipzig vermeldet hohe Zahlen
Leipzig Lokales Schkeuditz: Doppelt so viele Hitze-Patienten, auch St. Georg in Leipzig vermeldet hohe Zahlen
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16:04 26.06.2019
Im Gegensatz zu anderen Häusern vermeldet die Notaufnahme der Uniklinik Leipzig keine deutlichen Steigerungen der Patientenzahlen infolge der Hitze. Quelle: Kempner
Leipzig/Schkeuditz

Einige Leipziger Kliniken haben in diesen Tagen gut zu tun – die Hitze füllt die Ambulanzen. „Wir versorgen momentan circa ein Viertel mehr Patienten in unserer Zentralen Notaufnahme“, teilte Manuela Powollik am Mittwoch mit, Sprecherin am Klinikum St. Georg. Ein Grund dafür sei die starke und anhaltende Hitze. Zudem seien viele Hausärzte im Urlaub, so dass Patienten direkt in die Klinik kämen. „In erster Linie handelt es sich um ältere Personen, die Kreislaufprobleme haben und dehydriert sind“, sagte Powollik. Die Hitze sorgt nicht nur für internistische Behandlungsfälle. Auch chirurgisch müssen verstärkt Patienten behandelt werden, die aufgrund der Hitze unkonzentriert sind und dann zum Beispiel beim Kirschenpflücken von der Leiter fallen. „Unsere Experten raten daher die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen, öfter Pausen zu machen und auf körperliche Anstrengungen, wie Sport und Gartenarbeiten, zu verzichten“, so Powollik.

Helios-Klinik Schkeuditz rechnet mit weiterem Anstieg

„Wir haben heute doppelt so viel Patienten in der Notfallambulanz mit Beschwerden, die auf die Hitze zurückzuführen sind“, erklärte Sindy Lohse, Sprecherin am Helios-Klinikum Schkeuditz, am Mittwoch Nachmittag. „Da eine Dehydrierung nicht sofort in Erscheinung tritt, kommen die Notfälle zeitversetzt. Wir rechnen daher mit einem weiteren Anstieg an Hitze-Patienten.“

Keine erhebliche Steigerung am UKL und im Diakonissenkrankenhaus

„Es sind kein massiver Patientenzuwachs seit Sonntag und keinerlei große Auffälligkeiten in der Zentralen Notfallaufnahme zu verzeichnen“, sagte Markus Bien von der Pressestelle des Universitätsklinikums Leipzig (UKL). „Maximal waren es seitdem sechs bis sieben Notfälle – zum Beispiel Kollabierte, die eindeutig der Hitze zuzuschreiben waren.“ Ansonsten würden zwar vor allem ältere Menschen mit Merkmalen von Flüssigkeitsmangel in die Notaufnahme eingeliefert, so Bien. Diese gelten jedoch nicht als Notfall. Insgesamt herrsche bisher normaler Betrieb, wobei nicht ausgeschlossen werden könne, dass sich das mit der Hitzespitze in den nächsten Tagen ändert.

Robert Stöhr, Leitender Oberarzt in der Notaufnahme des Diakonissenkrankenhauses, registriert ebenfalls keine erhebliche Steigerung. „Wir rechnen bei Fortbestehen der Hitzewelle mit einer Häufung am kommenden Wochenende“, sagt Stöhr. Es sei auffällig, dass andere Erkrankungen im Gegenzug tendenziell weniger häufig vorkämen.

Von Björn Meine

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