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Lokales Schkeuditz: Graffiti-Schmierer machen auch vor Bäumen nicht Halt
Leipzig Lokales Schkeuditz: Graffiti-Schmierer machen auch vor Bäumen nicht Halt
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07:33 23.01.2020
Im Stadtpark haben die Sprayer auch vor Bäumen nicht Halt gemacht. Obwohl das Besprühen lebender Objekte in der Szene als Regelverstoß gilt. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Die Sporthalle hat’s erwischt. Und den Stadtpark auch. In Schkeuditz sind wieder verstärkt Graffitisprayer unterwegs. Die machen nicht mal vor Bäumen Halt. Einen Zusammenhang mit dem Auslaufen der Finanzierung eines privaten Sicherheitsdienstes zum Ende des vorigen Jahres will Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) nicht bestätigen.

Zunehmende Graffitiprobleme gibt es in Schkeuditz. Quelle: Michael Strohmeyer

Oberbürgermeister: Ich bin richtig sauer!

„Da einen Zusammenhang herzustellen, halte ich für unseriös“, sagt Bergner auf Nachfrage der LVZ. „Einfach, weil er nicht belegbar ist.“ Allerdings sei die Verunreinigung durch Graffiti im vergangenen Jahr merklich zurückgegangen. Bis jetzt. „Ich bin richtig sauer, dass irgendwelche Idioten wieder unsere Stadt verunstalten“, so Bergner. „Besonders im Stadtpark und an der Sporthalle sah es schlimm aus.“

Hinweise auf Täter jederzeit willkommen

An den Bäumen und an dem Gebäude sind sogenannte Tags zu finden, also die Unterschriften der Sprayer. Und das, obwohl das Besprühen von lebenden Objekten in der Szene als unausgesprochener Regelbruch gilt. Um die Sichtbarkeit der Graffiti – einer der Gründe, warum Sprayer bestimmte Objekte auswählen – so gering wie möglich zu halten, entferne der Technische Service regelmäßig Graffiti im Stadtgebiet, so Bergner. „Auch private Eigentümer tun dies.“ Die Stadt bittet alle Bewohner um Obacht. „Wenn es Hinweise auf die Täter gibt, dann sind diese jederzeit willkommen“, sagt Bergner. Von Seiten der Stadt werde jede Schmiererei und Zerstörung zur Anzeige gebracht.

Privater Sicherheitsdienst nicht mehr auf Streife

Der private Sicherheitsdienst, die Wach- und Schließgesellschaft, war von September 2018 bis 31. Dezember 2019 jede Nacht in Schkeuditz im Einsatz. Von 22 bis 6 Uhr liefen die Mitarbeiter Streife in der Stadt. Doch die Maßnahme lief aus, die Kosten von etwa 200 000 Euro pro Jahr waren dann wohl doch ein bisschen zu viel für die Stadträte. Trotz mehrerer Alternativangebote hat der Stadtrat gegen eine Verlängerung votiert, wie die LVZ aus der internen Sitzung erfuhr. An den Kosten beteiligt hatten sich in der Vergangenheit die Vereinigte Leipziger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft und die Schkeuditzer Wohnungs- und Verwaltungsgesellschaft.

Auch illegale Müllentsorgung in der Aue ein Thema

Neben den Graffiti ist in den vergangenen Wochen zudem des Öfteren Sperrmüll im Auwald abgelegt worden. Erst am Wochenende tauchten in den sozialen Netzwerken Fotos von einer Sofa-Ecke und Küchengroßgeräten in der Aue auf. „Ich verstehe die Leute nicht“, schimpft OBM Bergner. „Der Weg zu den Deponien in Lissa und Radefeld ist nicht länger als das Zeug bis in die Aue zu schleppen. Und die Abgabe von Sperrmüll ist kostenfrei.“ Auch diese unsachgemäß entsorgten Gegenstände habe der Technische Service bereits abgeholt. Bekommt man die Täter zu fassen, würden laut Bußgeldkatalog Sachsen jeweils zwischen 100 und 300 Euro fällig. Bei mehreren großen Gegenständen sogar zwischen 300 und 10 000 Euro. „Es ist ärgerlich, dass wir den Müll der anderen wegräumen müssen“, sagt Bergner. „Aber wir haben als Stadt natürlich auch ein Interesse daran, dass es in Schkeuditz und ringsherum schön aussieht.“

Von Linda Polenz

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