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Lokales Schleußiger demonstrieren für Givebox-Erhalt - Lösung in Sicht
Leipzig Lokales Schleußiger demonstrieren für Givebox-Erhalt - Lösung in Sicht
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20:32 30.01.2018
Am Dienstag protestiereten Anwohner gegen die Schließung der Givebox in Leipzig-Schleußig. Quelle: Kempner
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Leipzig

Eine Demonstration für eine Givebox, das kommt selbst in Leipzig nicht alle Tage vor. Doch am Dienstagnachmittag versammelten sich Anwohner vor dem kleinen Häuschen in der Brockhausstraße in Schleußig, um gegen die – aus ihrer Sicht – ungerechtfertigten Gebühren seitens der Stadt zu protestieren. Mit Transparenten und einer Unterschriftenliste demonstrierten nach Angaben des Veranstalters rund 50 Menschen am Dienstag gegen die Schließung, auch Redebeiträge gab es.

Der Givebox in Leipzig-Schleußig droht das Aus. Für den Erhalt der Box haben am Dienstag nach Angaben des Veranstalters rund 50 Menschen demonstriert.

Wie Karsten Wolf, der Initiator des Verschenke-Regals, betonte, hätten er und seine Mitstreiter mit der Aktion das städtische Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) keineswegs erpressen wollen. Vielmehr sei es darum gegangen, Signale in Richtung Technisches Rathaus aussenden. Er hoffe nach wie vor auf eine einvernehmliche Lösung. Allerdings sei es für die Freunde der Box problematisch, eine Gebühr von monatlich 45 Euro zu entrichten. Wie berichtet, will das VTA die Rechtmäßigkeit der Geschenkekiste mit Schätzen aus zweiter Hand künftig per Sondernutzungsvertrag regeln. Gegen einen solchen Kontrakt richtete sich der gestrige Protest.

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Lösung für Givebox in Sicht?

Michael Jana, der Leiter des Amtes, ließ kurz vor Beginn der Demo auf LVZ-Anfrage wissen, dass er durchaus „die Möglichkeit eines Entgegenkommens“ sehe. Allerdings habe die Verwaltung „auf einen sachgerechten Interessensausgleich zu achten“. Beschwerden von Anliegern wegen nächtlichem Lärm „und auch wegen des unschönen Anblicks“ müsse das Amt zunächst einmal nachgehen. Das Aufstellen der Box im öffentlichen Raum sei ohne Zweifel „eine gebührenbelegte Sondernutzung“. Dies bedeute jedoch nicht, „dass die Gebühren unter Würdigung des Gemeinnutzes und des öffentlichen Interesses nicht auch erlassen werden können“.

Den Schleußigern machen Janas Äußerungen Hoffnung. Sie bestimmten während der Demo fünf Personen, die sich ab sofort verstärkt um die Givebox kümmern – nicht zuletzt wegen der Beschwerden aus der Nachbarschaft.

dom/luc