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Lokales Seltene DDR-Anlage bei Leipziger Modelleisenbahnausstellung zu sehen
Leipzig Lokales Seltene DDR-Anlage bei Leipziger Modelleisenbahnausstellung zu sehen
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23:00 18.12.2017
Kinder sind vor allem davon begeistert, wie schnell die Bahn fährt, erzählt der Sammler Thomas Muske (ganz links im Bild). Viele Erwachsene fühlen sich an ihre Kindheit erinnert. Quelle: André Kempner
Leipzig

Eisenbahn-Liebhaber aufgepasst: Dieses Jahr gibt es bei der 55. Leipziger Modellbahnausstellung des Modelleisenbahnvereins „Friedrich List“ in der Strohsack-Passage ein ganz besonderes Schmuckstück aus DDR-Zeiten zu sehen.

Bei der Rarität handelt es sich um eine Anlage bestehend aus vier elektrischen Eisenbahnen im Maßstab 1:64, also Spurweite S. „Dieser ist heute praktisch vergessen“, so Vereinsmitglied Klaus Stuck. Produziert wurden die besonderen Bahnen nur acht Jahre lang von der ehemaligen Metallwarenfabrik Stadtilm, nämlich von 1956 bis 1964. Schienen und Weichen bestanden aus Blechprofilen und Pappschwellen, dazu gab es ein Sortiment von Lokomotiven, Personen- und Güterwagen und Zubehör wie Signale. Passende Bahnhöfe, Güterschuppen, Bäume, Laternen und Figuren wurden von diversen holzverarbeitenden Betrieben hergestellt.

Quelle: André Kempner

Insgesamt investierte der Sammler 400 Euro

Der Leipziger Thomas Muske hat die Anlage im vergangenen Jahr Stück für Stück zusammengesammelt, und zwar auf dem Flohmarkt. Unterwegs war er vor allem auf dem Trödelmarkt in Markkleeberg und im Kohlrabizirkus. „Anfang des Jahres habe ich die ersten Waggons und Züge gesehen, für zwischen zehn und 30 Euro das Stück. Ich habe gleich Gefallen daran gefunden“, erzählt Muske. Schon als Kind hatte der 61-Jährige eine elektrische Eisenbahn der Spurweite S. „Da kamen Kindheitserinnerungen hoch.“

Die Bahnen erinnern den Leipziger Thomas Muske an seine Kindheit. Liebevoll hat er die Anlage zusammengestellt. Quelle: André Kempner

Über das vergangene Jahr kamen Gleise, Wagen und Fahrzeuge dazu, manchmal fand er auf dem Flohmarkt Einzelstücke, manchmal eine ganze Kiste voller Zubehör, Gleise und Bahnen. Insgesamt investierte er um die 400 Euro, im September baute er die Anlage schließlich auf.

Schau läuft noch bis zum 23. Dezember

Die Reaktionen der Ausstellungsbesucher seien durchweg positiv, sagt Muske: „Die Kinder sind davon begeistert, dass die Bahn so schnell fährt. Und die Erwachsenen fühlen sich an ihre Kindheit erinnert.“ Wer sich für die Rarität interessiert, sollte auf jeden Fall vorbeischauen. Denn nach der Ausstellung, sagt Muske, werde er die kostbaren Stücke „erst einmal einmotten“.

Info: Ausstellung in der Strohsack-Passage in der Leipziger Innenstadt, bis 23. Dezember täglich geöffnet, Montag bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Wochenende 10 bis 19 Uhr.

Von Sophie Aschenbrenner

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