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Lokales Leipziger Club So&So droht endgültiges Aus
Leipzig Lokales Leipziger Club So&So droht endgültiges Aus
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18:55 18.11.2018
Ansicht vom Club So&So auf dem Gelände vom Freiladebahnhof in der Theresienstraße in Leipzig. Quelle: Kempner
Leipzig

Die Betreiber des So&So hatten bis zuletzt gehofft, doch nun scheint das Aus des Leipziger Clubs So&So besiegelt zu sein. „Leider zeichnet sich ab, dass alle Anstrengungen, die wir gemeinsam seit unserer Kündigung unternommen haben, unser Schicksal nicht beeinflussen konnten“, schrieb die Kultureinrichtung auf Facebook. Es sei eine Duldung bis Mitte Februar erreicht worden. Dann müsse das So&So weichen.

Das Gebäude in Leipzig-Eutritzsch, in dem sich der Club befindet, soll abgerissen werden. Auf dem Areal des ehemaligen Freiladebahnhofs rund um die Theresienstraße entsteht den Plänen nach ein komplett neuer Stadtteil. Die Leipziger CG Gruppe plant Tausende Wohnungen, Geschäfte, zwei Schulen, Parks und Freizeitangebote. Das So&So könne – ebenso wie der traditionsreiche Leipziger TV-Club – nicht so nah an Wohnungen betrieben werden, hatte ein Sprecher des Projektentwicklers im September erläutert.

Neuanfang des So&So geplant

Dabei hatten sich die Betreiber um eine Einigung mit den Vermietern bemüht. Trotzdem scheint das Ende auf dem angestammten Gelände jetzt unausweichlich. Deswegen wollen sich die Kulturschaffenden an einem Neuanfang versuchen. „Wir werden nicht aufgeben und versuchen ein neues Zuhause für uns alle zu finden“, heißt es auf Facebook.

😪WIR HABEN TRAURIGE NACHRICHTEN😪 Leider zeichnet sich ab, dass alle Anstrengungen, die wir gemeinsam seit unserer...

Gepostet von So&So am Freitag, 16. November 2018

Aus diesem Grund seien zuletzt alle Einnahmen des Clubbetriebs gespart worden. Alle Künstler und Mitarbeiter arbeiteten seit zwei Monaten ohne Bezahlung, um den Gewinn der Veranstaltungen in einen Neubeginn stecken zu können. Bis zum Ende des Betriebs in der Theresienstraße sollen die Soli-Partys fortgesetzt werden.

Nachjustierung des Vertrags gefordert

Das drohende Aus der Einrichtungen So&So und TV-Club hatte auch in der Stadtpolitik Wellen geschlagen. Ende September regten Vertreter von SPD, Grünen und der Linkspartei in der Leipziger Ratsversammlung an, dass die Stadtverwaltung den im April 2017 vereinbarten städtebaulichen Vertrag über das Wohnprojekt auf dem früheren Freiladebahnhof mit dem Investor nachverhandeln muss. Dabei ging es auch um den Erhalt der Kulturstätten.

Ob dieses Vorhaben doch noch etwas am Ende des So&So ändern kann, ist allerdings unklar. Die Betreiber selbst scheinen nicht mehr daran zu glauben. „Sollte nicht noch ein Wunder geschehen, ist damit Ende Januar Schluss“, schreiben sie auf Facebook.

Von jhz

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