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Leipzig Lokales So funktioniert Leipzigs neues Fernbus-Terminal
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11:21 23.03.2018
Ein Fernbus durchschneidet das rote Band und weiht damit den neuen Fernbusbahnhof in Leipzig ein.
Neun Busse haben an den "Gates" des neuen Leipziger Fernbusbahnhofs Platz.  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Bei anderen Eröffnungen wird das rote Band durchgeschnitten, diesmal übernahm kurzerhand ein motorisierter Nutzer diese Aufgabe. Mit der Einfahrt eines grünen Flixbusses ist am Donnerstagvormittag das neue Fernbus-Terminal (FBT) in Leipzig eingeweiht worden. Damit endet nach mehr als acht Jahren in der Messestadt ein Provisorium: Die  Haltestelle in der Goethestraße, die seit Ende 2009 als zentraler Stopp in der City diente, wird ab Samstag nicht mehr bedient. Dann geht der laut Betreibern modernste Fernbusbahnhof Deutschlands offiziell in Betrieb.

LVZ.de erklärt den neuen Fernbusbahnhof:

So funktioniert der neue Fernbusbahnhof in Leipzig: LVZ.de erklärt das Terminal neben dem Hauptbahnhof.

Das neue Terminal an der Ostseite des Hauptbahnhofs kostete rund 15 Millionen Euro und wurde von privaten Investoren und dem Entwickler S&G Development in rund einem Jahr Bauzeit fertiggestellt. Es bietet neun überdachte Bussteige – sogenannte Gates – und 550 Pkw-Stellplätze in einem darüber liegenden Parkhaus, an dem derzeit noch gebaut wird. Erwartet werden am neuen Busbahnhof pro Jahr rund 30.000 Fahrten und 1,5 Millionen Passagiere. Hauptnutzer ist der Marktführer Flixbus, aber auch 15 weitere Busunternehmen steuern den neuen Halt samt Servicestation an der Sachsenseite des Hauptbahnhofs an.

Fundbüro, Fahrgastinfos und Imbisse

Für die Fahrgäste bedeutet das Terminal vor allem mehr Komfort. Die Passagiere sind in dem geschlossenen Gebäude geschützt vor Wind und Wetter, es gibt einen Fundbüro-Service, Ticketschalter, dynamische Fahrgastinfo-Systeme, Toiletten und Gepäckaufbewahrungsmöglichkeiten in einem 700 Quadratmeter großen Pavillon. Ein Reisebüro, ein Backshop und ein Schnellrestaurant runden das Angebot ab. Unweit der Brandenburger Brücke soll noch ein Parkplatz für die Busse errichtet werden, den die Stadt gebührenpflichtig bewirtschaften will. 30 Bus-Stellflächen sind dort geplant.

„Das neue Fernbus-Terminal bringt Gäste und Reisende direkt ins Zentrum der Stadt. Eine bessere Anbindung ist nicht denkbar, zentraler kann ein Fernbus-Terminal nicht liegen“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Mit dieser Eröffnung gehe „für viele Leipziger und Leipzig-Reisende ein jahrelanger Wunsch in Erfüllung“, betonte Linken-Stadtrat Siegfried Schlegel. „Damit können die Goethestraße und der Augustusplatz entlastet und besser für den Straßenbahnverkehr genutzt werden. Auch die Verkehrssicherheit gewinnt ganz erheblich“, so Schlegel, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der Linksfraktion im Stadtrat. An der Eröffnung nahmen auch Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos), Vertreter der Baufirmen und rund 200 Gäste teil.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau mit den Eröffnungsgästen im neuen Fernbus-Terminal. Quelle: Dirk Knofe

Grüne fordern zusätzlich Fahrradstation

Auch die Leipziger Grünen begrüßten die Eröffnung des Busterminals als weiteren „wichtigen Baustein“ der Drehscheibe Hauptbahnhof nach der Freigabe des City-Tunnels im Dezember 2013. Dem stadtentwicklungspolitischen Sprecher Tim Elschner geht das aber noch nicht weit genug. Die Grünen machen sich zusätzlich für eine Fahrradstation stark. „Am Leipziger Hauptbahnhof besteht auch weiterhin ein hoher Bedarf für das sichere Abstellen von Fahrrädern aus allen Richtungen“, so Elschner. Vor dem neuen Terminal wurden jedoch lediglich Fahrradbügel aufgestellt. Für die Bike-Station will sich seine Partei nun im Stadtrat stark machen.

Von nöß/jr/lyn

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