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Lokales So setzt die Trockenheit Leipzigs Bäumen zu
Leipzig Lokales So setzt die Trockenheit Leipzigs Bäumen zu
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12:03 31.08.2019
Die Trockenheit macht den Pflanzen in Leipzig zu schaffen. (Archivbild) Quelle: Christian Modla
Dresden

Ob am Straßenrand oder im Stadtpark: Die Trockenheitder vergangenen zwei Jahre setzt den Bäumen heftig zu. Stadt- und Parkverwaltungen müssen sie immer öfter bewässern. Doch vor allem den älteren Bäumen mit tiefer reichenden Wurzeln können sie so kaum helfen. Diese werden zudem gegen Krankheiten anfällig. Viele Bäume gehen deswegen verloren. Genau Zahlen liegen zumeist noch nicht vor. 

In den Parkanlagen Leipzigs müssen in diesem Jahr die neu angepflanzte Stauden, Rosen, Junggehölze und zum Teil auch Jungbäume verstärkt gewässert werden. „Die Situation ist mit der des vergangenen Jahres vergleichbar“, sagte die Sprecherin der Stadtreinigung, Susanne Zohl.

2019 vor allem Birken, Kiefern & Co. betroffen

Während 2018 vor allem die Rasen und Kleingehölze der Trockenheit zum Opfer fielen, treffe es diesmal vor allem große Bäume wie Birken, Rot-Buchen, Berg-Ahorn und Kiefern. „Das sind die Spätfolgen der damaligen Dürre und der anhaltenden Trockenheit in tieferen Bodenschichten.“ Wie groß die Schäden seien, könne noch nicht gesagt werden. „Das gesamte öffentliche Grün ist mehr oder weniger stark betroffen.“

Positive Nachrichten gab es von Neupflanzungen im Leipziger Auwald. Trotz der Hitze seien etwa 70 Prozent von neu gepflanzten Eichen angegangen. Ähnlich war es im gesamten Stadtwald – Schäden waren laut Stadtförster zwar teils höher als in der Vergangenheit, aber dennoch im Rahmen.

Vitalität leidet – mehr Mitarbeiter notwendig

Der Schlosspark Lichtenwalde bei Chemnitz gilt mit seinen 335 Wasserspielen als einer der schönsten Barockgärten in Deutschland. „Die Vitalität des gesamten Pflanzenbestands im Park leidet spürbar“, sagte die Chefin der Augustusburg-Scharfenstein-Lichtwalde Schlossbetriebe, Patrizia Meyn.

Wegen des immer weiter steigenden Wasserbedarfs und der zunehmenden Anfälligkeit von Bäumen und Sträuchern für Krankheiten und Schädlinge steige Pflegeaufwand. Das gehe nicht ohne zusätzliche Mitarbeiter. „Deshalb brauchen wir für den Erhalt unserer Gartendenkmale zukunftsweisende Strategien und ein klares Investitionsbekenntnis der Länder und des Bundes.“

Für 2018 und 2019 geht die Stadt Chemnitz insgesamt von einem Verlust von etwa 2500 Bäumen aus. Das entspricht rund fünf Prozent. In diesem Jahr seien bisher 373 Bäume gefällt und 323 neu gepflanzt worden. Weitere 500 neue Bäume sind bis Ende nächsten Jahres geplant.

Rußrindenkrankheit problematisch

Auch im Großen Garten Dresden und im Schlosspark Pillnitz ist die große Trockenheit zu sehen. „Wir haben zwölf Bäume mit Rußrindenkrankheit gezählt“, sagte der Sprecher der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, Uli Kretzschmar. Im vergangenen Jahr seien es sieben oder acht gewesen. Außerdem falle auf, dass die Baumkronen nicht mehr so dicht seien.

Fast 54.200 Bäume von 139 Baumarten an Straßenrändern und in Parks sorgen in Dresden für frische Luft. „Ihnen geht es nicht gut“, sagte der Sachgebietsleiter Straßenbäume, Steffen Löbel. In Stadtgebiet gebe es derzeit etwa 300 abgestorbene Straßenbäume sowie weitere 400 Bäume in den städtischen Grün- und Parkanlagen.

Krankheiten und Pilze hätten die geschwächten Bäume befallen. Wegen der Rußrindenkrankheit mussten etwa 80 Bäume gefällt werden. Schon im vergangenen Jahr seien 7000 bis 8000 Bäume zusätzlich gewässert worden. In diesem Jahr waren es etwa 6000, davon 4000 Jungbäume.

Von dpa/LVZ

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