Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales So will das Leipziger Umland mehr Touristen anlocken
Leipzig Lokales So will das Leipziger Umland mehr Touristen anlocken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:58 25.04.2019
Der Schladitzer See – hier Windsurfer im Camp David – gehört zu den touristischen Leuchttürmen der Region Leipzig. Quelle: Wolfgang Sens
Leipzig

Burgen, Seen, Heide, City – dieser Slogan reißt nicht unbedingt vom Hocker. Dennoch scheint er sich bei der Vermarktung touristischer Ziele rund um den Leuchtturm Leipzig herum bewahrheitet zu haben. Leipzig und sein Umland punkten gemeinsam als „Region für Entdecker“.

Seit 2013 bewirbt die Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) GmbH diese. 23 Kommunen waren von Anfang an dabei, inzwischen sind es 45. Die Leipzig Region erreichte im Vorjahr einen Anteil von 27,1 Prozent an den Übernachtungen in ganz Sachsen. Ob Burgen und Schlösser, Rad- und Wanderwege, eine faszinierende Seenlandschaft oder eine beeindruckende Industriekultur – die Region rings um Leipzig bietet für jeden Geschmack etwas.

LTM zufrieden mit Zuwächsen in der Region

„Die touristische Entwicklung von Stadt und Region ist ausgezeichnet“, lobte LTM-Chef Bremer, der auf die überdurchschnittlichen Zuwächse an Übernachtungen verwies. „Die Gäste sind sehr reiseerfahren, erwarten daher ständig etwas Neues. Darauf müssen wir uns einstellen“, ergänzte Sandra Brandt, die die Abteilung Regionales beim LTM leitet. Es gibt aber auch Nachholbedarf, etwa in der gastronomischen Infrastruktur. Am Mittwoch wurde die Entwicklung beim Tourismusfrühstück in der Moritzbastei von Experten diskutiert.

Ein touristisches Großprojekt ist die Obstland-Radroute, die dieses Jahr eröffnet wird. Der 67 Kilometer lange Radweg soll Aktivtouristen zum Erkunden des „Sächsischen Obstlandes“ anregen. Weiterhin wird im August 2019 das Geoportal „Kaolin“ im Schmalspurbahnhof Mügeln eröffnet.

Ein Highlight dürfte die Sonderschau „Friedrich August und Maria Josepha“ sein, bei der ab 28. April auf dem Schloss Hubertusburg Wermsdorf auf das verlorene sächsische Rokoko verwiesen wird. Doch auch die gestandenen Akteure, etwa im Leipziger Neuseenland, stellen sich auf die Wünsche ihrer Gäste ein.

Schladitzer Bucht wird Magnet für Wassersportler

„Gäste fragen uns oft, wann der Schaufelradbagger begehbar sein wird. Das ist zwar unser Ziel, aus baurechtlichen Gründen ist dies nicht so einfach“, so Jürgen Frisch, Vorstandsmitglied im Bergbau-Technik-Park am Störmthaler See. Auf etwa 5,4 Hektar wird dort der komplette Förderzyklus eines Tagebaubetriebes vorgestellt. In Kürze gibt es auch Führungen per Audioguide. Der Park, den pro Jahr etwa 18 000 Menschen besuchen, versucht auch, weitere Technik-Zeugen zu bekommen – etwa aus der Lausitz.

Zum Magneten für Freizeit- und Vitaltouristen hat sich auch der Schladitzer See entwickelt. Im Juni 2003 eröffnete dort eine Wassersportschule (Surfen, Segeln, Katamaran) sowie ein Verleih. Innerhalb weniger Jahre mauserte sich das Areal zum modernsten Wassersportzentrum im Raum Leipzig. Vom Tauchen über Stand-Up-Paddling bis hin zu Kitesurfen ist vieles möglich. Neben den vielen Erholungssuchenden gibt es Gäste, die mehr als 500 Kilometer anreisen.

Ausgangspunkt für Leipzig-Erkundungen

„Viele sind begeistert, werden zum Wiederholungstäter. Und nutzen unser Areal als Basislager, um weitere touristische Ziele in Leipzig und der Umgebung anzusteuern“, erzählt André Zwerschke vom Camp David Sportresort All-on-Sea. Das funktioniert mittlerweile dank der Übernachtungsmöglichkeiten auch im Winter. Schlagen Eis und Schnee zu, wird eben Eisstockschießen oder Rodeln angeboten. Allerdings: Die meisten nutzen dass Ressort für einen Kurzurlaub, zwei Wochen sind da schon eher selten. Neu ist eine Entleerungsstation für Caravans, die bislang fehlte. Auch der Wasser-Fun-Park wird deutlich vergrößert. Verbessert wird auch die Erreichbarkeit, etwa mit einer Busverbindung. Und der Biedermeierstrand ist längst kein Geheimtipp mehr. Dort vergrößert die Haynaer Strandverein gerade die Bühne (die LVZ berichtete).

Kanupark setzt auf vernetzte Angebote

Viel Euphorie gibt es auch am Markkleeberger See, der mit dem Kanupark die Attraktion hat. Dort gibt es sportliche Highlights wie Kanu-Slalom-Weltcup mit Startern aus 40 Nationen. „Der Fokus liegt aber auch klar auf den Freizeitsportlern, denen wir seit nunmehr 13 Jahren Wildwasser-Rafting anbieten“, so Christoph Kirsten, der Leiter des Kanuparkes Markkleeberg. Seit zwei Jahren gibt es auch das Surfen auf der „stehenden Welle“, was eine neue Zielgruppe anspricht. „Wichtig ist, alle Angebote stärker zu vernetzen – etwa mit dem Kletterpark“, sagt er. Dabei werde auch mit All-on-Sea zusammengearbeitet, die eine Wassersportschule betreiben.

Von Mathias Orbeck

Um die Bevölkerung effektiv vor bedrohlichen Infektionskrankheiten zu schützen, wurde der Notfall-Maßnahmenplan überarbeitet und ein neuer Infektions-Rettungswagen in Auftrag gegeben. Das Fahrzeug soll in Leipzig stationiert werden.

24.04.2019

Die Agra verwandelt ab Donnerstag die Leipziger Messe in ein großes Tiergehege mit Traktorschau. Auch Ministerpräsident Kretscher will kommen – und sich sogar selbst auf einen Traktor setzen.

24.04.2019

Die Handelskette Voswinkel ist in Schieflage geraten. Das Unternehmen, eines der größten deutschen Sportartikelhändler, hat Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens gestellt. In Leipzig hat Voswinkel zwei Filialen.

24.04.2019