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Lokales Sommer in Leipzig legt eine Pause ein
Leipzig Lokales Sommer in Leipzig legt eine Pause ein
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20:46 08.07.2018
Mit dem Badewetter in Leipzig ist es Mitte der Woche erst einmal vorbei. Es wird deutlich kühler.
Mit dem Badewetter in Leipzig ist es Mitte der Woche erst einmal vorbei. Es wird deutlich kühler. Quelle: Kempner
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Leipzig

Temperaturen von 30 Grad und mehr sind in Leipzig erst einmal passé. Zur Mitte der neuen Woche legt der Rekordsommer eine kurze Pause ein. Tief Gislinde, das ab Dienstag von Skandinavien in Richtung nördliches Polen zieht, verpasst der Freibadsaison einen Dämpfer. Bauern und Hobby-Gärtner wird es freuen: Nach Wochen der Dürre soll es wieder regnen, was auch den ausgetrockneten Stadtbäumen und den Wiesen im Clara-Zetkin-Park zugutekommen dürfte.

Dienstag und Mittwoch wird es deutlich kühler

Zum Start in die Woche zeigt sich das Wetter noch von seiner freundlichen Seite. 22 bis 23 Grad werden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag bei lockerer Bewölkung im Raum Leipzig erreicht. Am Dienstag und Mittwoch gehen die Temperaturen dann zurück, die Bewölkung nimmt zu und die Regenwahrscheinlichkeit steigt. Auch vereinzelte Gewitter sind möglich. Nachts fällt das Thermometer auf bis zu zehn Grad – eine gute Gelegenheit, aufgeheizte Wohnungen durchzulüften. Tagsüber werden maximal noch Werte von 19 Grad erreicht.

In Leipzig war es in den vergangenen Wochen oft sehr warm und trocken. Wie wirkt sich das auf Wiesen, Pflanzen und Bäuem aus?

Etwa zehn Liter Regen pro Quadratmeter werden laut DWD in Leipzig von Dienstagabend bis Mittwochnachmittag erwartet. „Das wird nicht reichen, um das Defizit der letzten Wochen auszugleichen“, so Meteorologe Thomas Hain. Seit April ist in vielen Teilen Sachsens kaum Niederschlag gefallen, viele Felder und Bäume sind völlig ausgedörrt. „Bei mir zu Hause vertrocknen die Pflaumen am Baum“, berichtet der DWD-Experte.

Leipziger Norden besonders stark ausgetrocknet

Besonders betroffen ist der Leipziger Norden. Nur zwei Liter Regen seien hier in den vergangenen vier Wochen gemessen worden , so Hain. An den Messstationen in Holzhausen und am Flughafen in Schkeuditz führten dagegen Gewitter mit Starkregen von bis zu 40 Litern dazu, dass die Niederschlagswerte fast einhundert Prozent des Monatssolls erreichten. „Den klassischen Landregen gab es jedoch fast gar nicht, nur eng begrenzte Schauer und Gewitter. Diese helfen aber wenig. Der Boden kann das Wasser gar nicht aufnehmen“, erklärte Hain.

Länger andauernd ist auch die kommende Regenphase nicht. Schon ab Donnerstag setzt sich von Westen her wieder häufiger die Sonne durch. „Es wird nicht heiß, aber warm“, prognostiziert Hain. Die Sommertemperaturen-Marke von 25 Grad könnte zum Ende der Arbeitswoche wieder geknackt werden. Spätestens am Samstag kehrt das Badewetter zurück. Bei weitgehend geringer bis lockerer Bewölkung sind zum Wochenende wieder bis zu 27 Grad drin.

Von Robert Nößler