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Lokales Sommerhitze: Verkürzter Unterricht in Leipziger Schulen
Leipzig Lokales Sommerhitze: Verkürzter Unterricht in Leipziger Schulen
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13:05 19.06.2019
Hitzefrei ist selten geworden – die Schulen setzten bei diesen heißen Temperaturen eher auf verkürzten Unterricht. Quelle: dpa
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Leipzig

Am Leipziger Brockhaus-Gymnasium ist am Mittwoch Sportfest. „Da haben wir die Ausdauerdisziplinen abgesagt“, sagt Ralf Tramm, der Direktor. Die Leipziger Bildungseinrichtungen stellen sich auf die Sommerhitze ein. So riefen etliche Gymnasien und Oberschulen den sogenannten Hitzeplan aus. Das bedeutet konkret: Stunden und Pausen sind kürzer als gewöhnlich, der tägliche Schulbetrieb endet folglich vorfristig. „Hitzefrei geht nicht, wir dürfen aber den Stundenplan kürzen“, erklärt Tramm. Besonders in der oberen Etage des „alten Gemäuers“ in der Kieler Straße werde es bei intensivem Sonnenschein richtig heiß. Auch an der Erich-Zeigner-Grundschule gibt es verkürzten Unterricht – eine Schulstunde dauert dort zurzeit nur 30 Minuten; die Pausen sind länger. An der Petri-Oberschule war am Mittwoch nach der fünften Stunde für alle Schluss.

Schulleiter entscheiden eigenständig

Wie gehen Leipzigs Schulen generell mit der Hitze um? „Es gibt keine allgemein verbindliche landesweite Richtlinie“, stellt Roman Schulz, Sprecher des Landesamtes für Schule und Bildung (Lasub) auf Anfrage klar. „Letztlich liegt es im Ermessen einer jeden Schulleiterin, eines jeden Schulleiters, darüber zu befinden.“ Schließlich seien die Bedingungen in den einzelnen Gebäuden recht unterschiedlich.

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Grundsätzlich gehe es darum, die körperliche Belastung für die Schüler so gering wie möglich zu halten, zum Beispiel beim Sportunterricht. „Wer langfristig einen 3000 Meter-Lauf geplant hat, sollte ihn bei 30 Grad absagen. Auch Leistungskontrollen müssen nicht unbedingt sein“, betont Schulz. Kurz vor den Sommerferien stehen die aber derzeit eher selten an – es laufen höchstens noch Prüfungen. Neuer Stoff, der eine „ausgeruhte Denkleistung“ erfordere, müsse bei der Hitze nicht unbedingt sein, sagte der Sprecher. Seit Jahren habe es sich bewährt, den Unterricht zu verkürzen, um bei Hitze die Schüler nicht zu überlasten. Grundschulen, die ohnehin meist mittags Schluss haben, verlagern ihren Unterricht oft ins Freie, etwa ins „Klassenzimmer im Grünen“. „In den Klassen 1 bis 4 gilt die Fürsorge- und Aufsichtspflicht natürlich fort“, sagte Schulz. Auch der Hort stelle sich auf die Sommerhitze ein.

Von M.O.

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