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Lokales Spielfest Dreamhack geht in Leipzig mit Besucherrekord zu Ende
Leipzig Lokales Spielfest Dreamhack geht in Leipzig mit Besucherrekord zu Ende
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18:30 17.02.2019
Jan Melchers und Florian Jeske traten beim „CS:GO Main Tournaments“ an. Quelle: Christian Neffe
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Leipzig

Samstagabend, Messehalle 5. Die Luft ist dicker geworden, der Lautstärkepegel gesunken. Am frühen Freitag war das noch anders. Da lag ein geradezu erfrischender Enthusiasmus in der Luft, als knapp 1700 Menschen hier ihr Lager aufschlugen. In ihrem Gepäck: Dosenravioli, Energydrinks, Kekse und mehr. Zelte wurden errichtet, Feldbetten aufgebaut, Lichterketten installiert, PCs und Monitore verkabelt. Sie alle sind gekommen, um zu spielen. Drei Tage lang, bei Deutschlands größter LAN-Party auf der DreamHack Leipzig.

Reallife-Multiplayer

Zwei von diesen 1700 sind Jan Melchers und Florian Jeske. Der eine 25, aus Aachen, der andere 21, aus Österreich. Beide treffen sich in Leipzig zum ersten Mal persönlich, obwohl sie schon seit einem Jahr Teil desselben eSports-Teams sind. Unter dem Namen TKA treten sie am Samstag im Achtelfinale des „CS:GO Main Tournaments“ an. Volle Konzentration, keine Ablenkung gestattet. Es geht um kein Preisgeld, dafür aber um den begehrten Titel der besten Spieler auf der LAN-Party. Die Leidenschaft zum Wettstreit ist das, was die Menschen hier verbindet.

„Man ist drei Tage lang unter Gleichgesinnten“, fasst Jan die Begeisterung vieler zusammen. „Und man hat alles, was die Szene ausmacht, unter einem Dach: LAN-Party, Cosplay, Profi-Turniere.“ Letztere werden nicht dort ausgetragen, wo Jan und Florian residieren, sondern in der gegenüber liegenden Halle 4. Dort ist es im Vergleich zum Freitag sogar nochmals lauter und bunter geworden – und deutlich voller. Zwei große Bühnen mit zahlreichen Stuhlreihen wollen dem öffentlichen Interesse an Turnieren in „Rocket League“ oder „Heartstone“ Rechnung tragen. Doch nur selten reichen die Sitzplätze aus. Wer mit den Spielen nicht vertraut ist, versteht nur Bahnhof. Und doch: Die Stimmung ist dank Leinwand, Kommentatoren und des frenetischen Jubels der Zuschauer ähnlich einnehmend wie beim „echten“ Sport. Ganz zu schweigen von den Preisgeldern, die teils vier- bis fünfstellig sind.

Impressionen von der DreamHack 2019 auf der Leipziger Messe

Kunstvolle Verkleidung - für Mensch und Maschine

Die Leidenschaft zum Wettstreit zeigt sich auch beim jüngsten Zugewinn der DreamHackder Deutschen Cosemodding Meisterschaft – sowie beim alljährlichen Publikumsmagneten: dem großen Cosplay-Wettbewerb. Die Kostüme, die hier von der Menge gefeiert werden, sind so vielfältig wie die Eindrücke, die man auf der DreamHack gewinnt. Der Laie wie auch der Hobby-Spieler bekommt auf der DreamHack ebenfalls viele Gelegenheiten, Hand anzulegen. Überall findet sich ein freier Platz, sei es beim Leipziger eSports Verein, an den Ständen der Indie-Booth, in der sich 15 Nachwuchsentwickler vorstellen, oder bei einem Hersteller, der seine neueste Grafikkarte präsentieren will.

Abermals konnte das Festival einen Besucherrekord von 20.600 verbuchen, wie die Messe am Sonntag bekannt gab. Zu verdanken ist das neben dem Wachstum von Szene und Branche wohl auch dem neuen Altersfreigabekonzept. Fraglos eine positive Entwicklung, die aber auch die Frage aufwirft, ob die Messe nicht irgendwann über sich hinauswächst. Denn egal, wen man fragt: Sie alle kommen gern zur DreamHack, eben weil sie so kompakt und konzentriert ist. Weil man hier drei Tage unter Gleichgesinnten ist.

Von Christian Neffe

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