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Lokales Spontanpartys: Juliane Nagel fordert vereinfachtes Anmeldeverfahren
Leipzig Lokales Spontanpartys: Juliane Nagel fordert vereinfachtes Anmeldeverfahren
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23:57 17.06.2016
Die Diskussion um Spontanpartys in Leipzig geht weiter. (Symbolbild)
Die Diskussion um Spontanpartys in Leipzig geht weiter. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

In die Diskussion um Spontanpartys hat sich nun auch Stadträtin Juliane Nagel (Linke) eingeschaltet. Sie kritisiert die Stadtverwaltung und wirft ihr vor, „sich weiter der Realität vor allem junger Menschen in dieser Stadt“ zu verweigern. Die Anmeldeprozedur für Partys unter freiem Himmel sei derzeit aufwendig und kostenintensiv. „Mir ist nicht verständlich, warum die Stadtverwaltung nicht über ihren bürokratischen Schatten springen und ein zweckgebundenes vereinfachtes Verfahren zulassen kann“, so Nagel in einer Mitteilung.

Die Stadträtin verweist auch auf die Verordnungen in Halle. Dort gebe es acht zugelassene öffentliche Plätze für Spontanpartys mit bis zu 500 Personen. Die maximale Lautstärke sei ebenso geregelt wie der Verzicht auf Gewinnabsicht.

Die Diskussion über Spontanpartys in Leipzig war jüngst wieder aufgelebt. Der Leipziger Stadtrat hatte auf Initiative der SPD-Fraktion die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob sich in Parks gelegene Plätze auch für solche Feiern nutzen lassen. Laut Umweltdezernat sei dies derzeit aber nicht möglich. Die SPD-Fraktion hatte auch auf die Praxis in der Stadt Halle verwiesen.

Stadträtin Nagel, die sich unter anderem mit der Initiative Global Space Odyssey für die Ermöglichung von Spontanpartys einsetzt, fordert nun einen liberalen Umgang mit dem Thema. Laut ihr würden Spontanpartys stattdessen „weiter reglementiert und in die Grauzone gedrängt.“

luc