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Lokales Stadt Leipzig erzielt am Lindenauer Hafen hohe Gewinne
Leipzig Lokales Stadt Leipzig erzielt am Lindenauer Hafen hohe Gewinne
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00:18 07.01.2017
Im Baulos 8 will die Firma Townscape One vier Gebäude mit Zwei- bis Fünf-Raum-Wohnungen errichten.
Im Baulos 8 will die Firma Townscape One vier Gebäude mit Zwei- bis Fünf-Raum-Wohnungen errichten. Quelle: Entwurf: Weiß & Volkmann
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Leipzig


Ähnlich verhält es sich beim Los 9, das am neuen Wassertorplatz liegt. Die Berliner Firma Thamm & Partner (hat in Leipzig den früheren Salomonstift mit sieben Häusern in der Riebeck- und Oststraße saniert) blättert dort 550 Euro pro Quadratmeter hin. Bei 3707 Quadratmetern ergibt das einen stolzen Betrag von 2 038 850 Euro. Hier liegt der Gewinn für die Stadt also sogar bei deutlich über einer Million Euro.

Grund zum Jubeln sieht LESG-Projektleiter Sebastian Pfeiffer dennoch nicht. Zunächst müsse der Stadtrat – voraussichtlich im März – den Kaufvertragsentwürfen zustimmen. „Natürlich sind hohe Einnahmen schön für die Stadtkasse. Günstige Mieten lassen sich bei solchen Bodenpreisen aber kaum noch bewerkstelligen.“ Da die Kommune bereits bei den anderen Baufeldern ein finanzielles Plus eingespielt habe, steige der Überschuss weiter.

Einige Investoren wurden verpflichtet, auch Sozialwohnungen zu errichten. Überdies sollen Selbstnutzerprojekte zur Vielfalt in dem neuen Viertel für bis zu 1000 Menschen beitragen. Außer den 20 Eigenheimen, die zum Großteil längst im Bau sind, wurde jetzt noch das Los 7B mit 1300 Quadratmetern einer solchen Initiative zugesprochen. Die in Gründung befindliche Einhaus-Genossenschaft OurHaus plant dort ein Gebäude mit zwölf Wohnungen, Büros und Tiefgarage, erklärt Gordon Tannhäuser (33) vom Architekturbüro DixTannhäuser im Tapetenwerk. „Diese Wohnungen sollen möglichst preisgünstig sein. Wir haben für alle schon Interessenten.“

Wie berichtet, wollen in diesem Frühjahr die ersten drei großen Investoren mit dem Bau von Häusern am Wasser beginnen. Die Kommune denkt zudem noch an eine Kita, die sich eventuell mit Sozialwohnungen aufstocken ließe, so Pfeiffer.

Von Jens Rometsch