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Lokales Stadt lässt Leipziger Waldstraßenviertel weiter auf Park-Konzept warten
Leipzig Lokales Stadt lässt Leipziger Waldstraßenviertel weiter auf Park-Konzept warten
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16:21 15.09.2017
Parkraum ist knapp im Waldstraßenviertel. Doch das Bewohnerparken wird wohl 2017 nicht mehr umgesetzt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Am Samstag spielt wieder RB Leipzig - Sperrkreis-Zeit im Waldstraßenviertel. Mehr als 20 Mal legte die Stadt nun schon eine Art Schutzring, um Besucher auf Parkplatzsuche aus dem Wohngebiet herauszuhalten. „Das klappt gut“, sagt Jörg Wildermuth, Vorsitzender des Bürgervereins Waldstraßenviertel, gegenüber LVZ.de. Trotzdem sind die Bewohner gerade sauer auf die Stadt. Denn die Einführung des Bewohnerparkens wird wohl nicht vor 2018 umgesetzt.

„Es geht um die Parksituation an normalen Tagen“, so Wildermuth. Besucher der City und der Arena parkten eben gern kostenfrei im benachbarten Wohngebiet. „Wer dann nach Feierabend zu Hause sein Auto abstellen will, hat Pech“, sagt er.

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In diesem Jahr wollte die Verwaltung deshalb das lang erarbeitete Parkraum-Konzept umsetzen. Parkscheinautomaten für Quartiersfremde sollten aufgestellt, gleichzeitig Bewohnerparkausweise für 30,70 Euro pro Jahr angeboten werden. Das Verkehrs- und Tiefbauamt hatte Investitionen in der Größenordnung von rund 250.000 Euro angekündigt. Wenn auch keine Garantie auf einen Stellplatz besteht: Mit dem Ausweis können Anwohner zumindest das Anrecht erwerben, ihr Auto auf den vorgesehenen Parkbuchten abzustellen.

„Kein Zustand“

Doch auf die Anfrage der Linken-Stadträtin Franziska Riekewald teilte das Verkehrs- und Tiefbauamt jetzt mit, dass die Umsetzung noch in diesem Jahr unrealistisch sei. „Das ist kein Zustand“, ärgert sich die verkehrspolitische Sprecherin. Zumal die politische Mehrheit für das Parkkonzept wohl sicher sei.

Doch die Beschlussvorlage für den Stadtrat sei noch in der Vorbereitung, so die Verwaltung. Erst nach der Zustimmung können Ausschreibungen etwa für die Anschaffung und Montage der Parkscheinautomaten oder für Markierung und Beschilderung im Viertel auf den Weg gebracht werden. Was in diesem Jahr noch machbar sei, solle bei geeigneten Witterungsverhältnissen aber noch 2017 umgesetzt werden, heißt es in dem Schreiben weiter.

Am Freitag bestätigte die Stadt nur, dass das Ratsdokument in der Schlussphase der Vorbereitung ist. Weiter wollte die Verwaltung sich gegenüber LVZ.de weder zu der Verzögerung noch zu den Details der Umsetzung äußern. Eine schriftliche Anfrage des Bürgervereins ließ Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bis jetzt unbeantwortet, so Wildermuth. Allerdings soll es am kommenden Montag einen neuen Gesprächstermin im Verkehrs- und Tiefbauamt geben.

Von Evelyn ter Vehn