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Lokales Stadt sieht „erhebliche Risiken“ bei Übernahme des "Black Triangle"
Leipzig Lokales Stadt sieht „erhebliche Risiken“ bei Übernahme des "Black Triangle"
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16:44 21.01.2019
"Black Triangle" - Ehemals besetztes Bahngelände in Leipzig-Marienbrunn Quelle: André Kempner
Leipzig

Leipzig sieht kaum Chancen, das in der Vorwoche geräumte frühere Bahngelände in Marienbrunn zu übernehmen. Laut Stadtverwaltung bedeutet ein Erwerb des auch als „Black Triangle“ bekannten Grundstücks erhebliche Risiken für den Steuerzahler.

Für eine eventuelle Nachnutzung, so die Stadt, sei zunächst ein Gutachten zur Gefährdungsabschätzung erforderlich. Die Kommune sieht dabei den Eigentümer in der Pflicht. Zum einen sei das Grundstück erheblich mit Schadstoffen belastet. Außerdem würde die Bebauung – ein ehemaliges Kraftwerk mit Turbinenhalle, Kesselhaus und Kohlebunker sowie vier kleinere Wohnbauten – erhebliche Anforderungen an den Denkmalschutz stellen. Das 1905 errichtete Gebäude steht seit 1993 unter Denkmalschutz, seit 1994 ist es stillgelegt.

Großeinsatz in Leipzig: Die Polizei hat mit rund 150 Beamten das alternative Zentrum Black Triangle in Leipzig durchsucht. Das ehemalige Umspannwerk war seit rund zweieinhalb Jahren besetzt.

Zuletzt war das Gelände mehrere Jahre lang von Hausbesetzern in Anspruch genommen. Nach einer Räumung vergangenen Dienstag nahm die Deutsche Bahn es wieder in Besitz.

Die Bahn ist an einem schnellen Verkauf des Areals interessiert, erklärte Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn auf Anfrage der LVZ. Es sei noch völlig offen, wer das Gelände bekommt. Es seien aber direkte Gespräche mit Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) aufgenommen worden, um gemeinsam zu entscheiden, was mit dem Areal geschehen soll. Fricke betonte, dass das ehemalige Umspannwerk kein Renditeobjekt für das Unternehmen sei.

joka/ F.D.

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