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Lokales Stadt verhandelt mit RB Leipzig über Bau eines Parkhauses
Leipzig Lokales Stadt verhandelt mit RB Leipzig über Bau eines Parkhauses
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18:18 19.03.2019
An der Red-Bull-Arena könnte ein Parkhaus entstehen. Die Pläne sind aber umstritten. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
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Leipzig

Beim Stadionvorplatz an der Red-Bull-Arena sucht das Leipziger Baudezernat jetzt einen dritten Weg. Bis Ende März 2020 werde die Verwaltung ein Gesamtkonzept für das heute meist als Parkplatz genutzte Areal zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und Am Sportforum erarbeiten, heißt es in einem neuen Beschlussvorschlag für den Stadtrat. Beachtet würden dabei die Ausbaupläne für das Stadion, der damit verbundene Verkehr, die Verwirklichung des Sportmuseums, eine dauerhafte Lösung anstelle der vorhandene Containerschule sowie die vom Freistaat Sachsen geplante Wiederherstellung des Flusslaufs der Alten Elster.

Wie berichtet, hatte die Grünen-Fraktion im Sommer 2018 beantragt, für die Abrissfläche des Schwimmstadions einen multifunktionalen Neubau zu prüfen – der könne eine Schule, Sporthallen oder andere soziale Nutzungen aufnehmen. Das Grundstück müsse aber im Eigentum der Stadt bleiben. Ein Parkhaus an dieser Stelle wollten die Grünen ausschließen.

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Parkflächen werden gebraucht

Die CDU gab mit einem Änderungsantrag zu bedenken, dass eine Lösung für nur diese Teilfläche nicht sinnvoll sei. Ob unterirdisch oder etagenweise: Auto-Abstellflächen würden im Bereich des Vorplatzes auf jeden Fall gebraucht – auch von den Bewohnern des Waldstraßenviertels. Die Union forderte daher ein stadträumliches Gesamtkonzept, welches ein würdevolles Entree zum Stadion enthält.

Beide Anträge will das Baudezernat nun zu einem neuen Beschlussvorschlag vereinen. Nicht in Frage komme aber der Ausschluss eines Parkhauses am Stadion, weil dies laufende Verhandlungen mit RB gefährden würde, so das Dezernat: „Mit der vom Vorhabenträger beabsichtigten Errichtung des Parkhauses soll ein gesteuertes, privilegiertes Nutzungsangebot ermöglicht werden. Gleichzeitig soll die denkmalgeschützte Nordtribüne des ehemaligen Schwimmstadions zum Sportmuseum umgebaut und dergestalt erweitert werden, dass auch die für die Red-Bull-Arena notwendigen Nutzungen Verwaltung, medizinische Abteilung und Merchandising mit untergebracht werden können. Unter dieser Voraussetzung der Gesamtentwicklung kann das Vorhaben aus Sicht der Verwaltung unterstützt werden.“ Per Erbbaurecht solle die Fläche als kommunales Eigentum gesichert werden.

Die Grünen begrüßten den neuen Vorschlag grundsätzlich. Jedoch lehnten sie weiterhin ein Parkhaus ab, zumal dies unvereinbar mit einer neuen Wendeschleife für die Straßenbahn sei.

Von Jens Rometsch