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Lokales Städtetagspräsident: Was Politiker zur Wahl von Burkhard Jung sagen
Leipzig Lokales Städtetagspräsident: Was Politiker zur Wahl von Burkhard Jung sagen
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19:12 07.06.2019
Die Reaktionen auf die Wahl von Leipzigs OBM Burkhard Jung (SPD) zum neuen Präsidenten des Deutschen Städtetags sind über Parteigrenzen hinweg positiv. Quelle: Caroline Seidel/dpa
Leipzig

Die Wahl des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung zum Präsidenten des Deutschen Städtetages (DST) stößt bisher in offiziellen Verlautbarungen auf ein überwiegend positives Echo in Leipzig. Von einer „herausragenden Persönlichkeit zur richtigen Zeit“ spricht René Hobusch, Präsident des Landesverbandes Haus & Grund Sachsen.

Der bisherige Leipziger FDP-Stadtrat und der SPD-OBM stehen sich politisch eigentlich nicht sonderlich nahe; 2013 war Hobusch bei der OBM-Wahl gegen Jung angetreten.

Hobusch: Jung hat Leipzig auf Wachstumskurs gebracht

Dennoch: Das Verhältnis zwischen den beiden ist von Respekt geprägt. „Aus langjähriger Zusammenarbeit weiß ich: Burkhard Jung ist das gemeinsame Wohlergehen der großen Metropolen wie der kleinen Städte wichtig“, konstatiert René Hobusch.

Der OBM kenne aus der Leipziger Vergangenheit auch die Not, wenn Menschen wegziehen, Neugeborene ausbleiben, Kitas und Schulen geschlossen werden müssen und das Geld für dringend nötige Investitionen in die öffentliche Infrastruktur fehlt, beschreibt Hobusch den Erfahrungshorizont von Jung. „Mit der Idee eines modernen, jungen und weltoffenen Mitteldeutschlands ist es ihm gelungen, vom Schrumpfungskurs auf Wachstumskurs zu schalten.“

Franke: Gratulation an den Brückenbauer

Auch Hobuschs Parteifreundin Kristin Franke, Spitzenkandidatin der Leipziger FDP zur Landtagswahl, gratuliert dem OBM zu seinem neuen Ehrenamt. „Als steter Brückenbauer in Leipzig hat er sich Anerkennung über die Stadt hinaus erworben. Die Wahl eines Stadtoberhauptes aus den frischen Bundesländern war 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution mehr als überfällig.“

Auf den Städtetagspräsidenten komme die große Aufgabe zu, auch in seinem neuen Amt Brücken zu bauen: zwischen Ost und West, Nord und Süd, zwischen armen Städten und prosperierenden Metropolen – und auch zwischen urbanen und ländlichen Regionen, erklärt Franke. „Das teils enorme Wachstum der Städte lässt sich nur gemeinsam mit dem Land abmildern. Es helfen beispielsweise gute Verkehrsverbindungen. Hier ist Jung gefordert, gerade auch dem Bund kräftig auf die Finger zu klopfen.“

Die Bürger würden aber auch erwarten, „dass er seine Arbeit in Leipzig nicht schleifen lässt“. Die Herausforderungen blieben auch hier gewaltig – gerade mit Blick auf Schulen, Kitas und den Wohnungsbau, betont FDP-Frau Franke.

Mann: Auszeichnung für die Stadt

Erwartungsgemäß äußern sich Parteifreunde Jungs ebenfalls erfreut. Jungs Wahl sei „ein großer Vertrauensbeweis und zugleich Anerkennung der geleisteten Arbeit und Entwicklung in unserer Stadt“, erklärt Holger Mann. „Es ist eine Auszeichnung für Leipzig, als erste ostdeutsche Stadt den Präsidenten des Deutschen Städtetags zu stellen“, so der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Leipzig. „Wir Leipziger sind damit auch politisch angekommen in der ersten Liga der deutschen Städte.“

Jung könne nun als Oberbürgermeister der viele Jahre am schnellsten wachsenden Stadt Deutschlands die großen Themen im Interesse aller Städte direkt mit der Bundesregierung verhandeln: bezahlbares Wohnen, nachhaltige Mobilität, Ausbau der sozialen Infrastruktur und Energiewende.

Zenker: Präsident kann Kanzlerin direkt für Probleme sensibilisieren

Als Städtetagspräsident könne Jung künftig die Bundeskanzlerin auch direkt für die Herausforderungen sensibilisieren, vor denen wachsende Städte wie Leipzig stehen, erklärt Christopher Zenker, SPD-Fraktionschef im Leipziger Stadtrat.

Neben vielen anderen Themen gehe es dabei auch um Verbesserungen in der Bildung – sei es bei der Infrastruktur oder bei qualifiziertem Personal, so Zenker. „Hier müssen Lösungen her, und die Lasten dürfen dabei nicht allein den Kommunen aufgebürdet werden.“

Von bm

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