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Lokales Stau-Chaos in der Leipziger City wegen Sperrung am Georgiring
Leipzig Lokales Stau-Chaos in der Leipziger City wegen Sperrung am Georgiring
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18:08 16.09.2019
Staus auf dem Georgiring in Leipzig: Die Kreuzung am Hauptbahnhof ist seit Montag in nördlicher Richtung gesperrt. Quelle: André Kempner
Leipzig

Autofahrer sollten den nordöstlichen Leipzig Innenstadtring seit Montag besser weiträumig umfahren. Wegen des Umbaus der Straßenbahn-Haltestelle am Hauptbahnhof ist der Georgiring in Richtung Norden für gut drei Wochen bis zum 8. Oktober gesperrt. Vom Augustusplatz gibt es kein Durchkommen mehr zur Brandenburger Straße oder zum Hauptbahnhof. Vor allem im Berufsverkehr am Montagmorgen und am Nachmittag staute sich deshalb der Verkehr erheblich. Auch auf den Umleitungsstrecken (siehe Grafik) standen die Fahrzeuge teilweise dicht an dicht.

Gleise am Georgiring werden ausgetauscht

Der Grund für die Sperrung: Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) tauschen jene Gleise aus, die von der Wintergartenstraße durch den Georgiring zum Bahnhofsvorplatz führen. „Die letzte Sanierung fand hier vor der Fußball-EM 2006 statt“, bittet Dirk Sikora um Verständnis. „Mit 60 .000 Zustiegen pro Tag ist die Zentralhaltestelle am Hauptbahnhof unser am stärksten belasteter Bereich. Nach über 13 Jahren sind die Gleise verschlissen und müssen ersetzt werden.“

Ab Montag wir der Georgiring gesperrt. Bus und Bahnen müssen ausweichen. Quelle: Patrick Moye

Deshalb können Autofahrer, die vom Goerdelerring oder der Gerberstraße kommen, seit Montag auch nicht mehr über den Bahnhofsvorplatz in die Brandenburger Straße gelangen. Weiträumige Umleitungen führen über den westlichen City-Ring beziehungsweise über die Dresdner und Ludwig-Erhard-Straße. Im Bereich des Bahnhofsvorplatzes gibt es auf dem Ring vorerst nur jeweils zwei Fahrspuren – nach Ost und nach West.

Bahnhofspromenaden weiter erreichbar

Der Hauptbahnhof und die dortigen Geschäfte blieben aber auch in der neuen Umbauphase stets erreichbar, so Unternehmenssprecherin Katja Gläß. „Diese Phase mit den entsprechenden Umleitungen dauert bis zum 8. Oktober. Zum Lichtfest einen Tag später wird hier also alles fertig sein.“ Danach gebe es nur noch kleinere Dinge zu erledigen, weshalb auf dem nördlichen City-Ring vom 14. Oktober bis 6. November eine Autospur in Richtung zur Brandenburger Straße entfällt.

Umleitungen auch bei Bus und Straßenbahn

Auch Straßenbahn- und Bus-Nutzer müssen sich auf weitere Einschränkungen gefasst machen. Diese greifen aber erst ab Mittwoch, den 18. September. Sie dauern ebenfalls bis 8. Oktober, erläutert Matthias Lietze, der die Verkehrsorganisation bei den LVB leitet.

Vor dem Leipziger Hauptbahnhof am Georgiring wird gebaut. Die Einschränkungen sorgen für Stauchaos. (Bilder: André Kempner)

Die wichtigste Änderung ab Mittwoch sei, dass die Straßenbahnlinie 1 (Lausen-Mockau) nicht mehr durch die Wintergartenstraße fahren kann. Sie weicht daher über die Westseite des Hauptbahnhofs (Kurt-Schumacher-Straße), Wilhelm-Liebknecht-Platz und Mockauer/Volbedingstraße zur Ersatzendstelle am Stannebeinplatz aus. Die Straßenbahnlinie 8 verkehrt nur noch zwischen Grünau und Wilhelm-Leuschner-Platz.

Wer weiter in Richtung Paunsdorf will, muss auf andere Bahnen umsteigen. Durch die neue Umleitung der Linie 1 sowie den Fortbestand einer Umleitung der Linie 3 (sie fährt zwischen Hauptbahnhof und Torgauer Platz derzeit über Augustusplatz und Reudnitz/Koehlerstraße) wird die Eisenbahnstraße vom 18. September bis 8. Oktober völlig frei von Straßenbahnen sein. In der Zeit wird zwischen Hofmeisterstraße und Sellerhausen/Emmausstraße Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Einschränkungen dauern bis zum 14. Oktober

Die gute Nachricht: Ab 18. September verkehren die Straßenbahnlinien 10, 11, 12, 14 und 16 wieder regulär. Dies gelte dann ab 14. Oktober für alle betroffenen Straßenbahn- und Busstrecken, so Lietze.

Von Jens Rometsch/nöß

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