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Lokales Steigende Mieten werden für Leipziger Studierende zum Problem
Leipzig Lokales Steigende Mieten werden für Leipziger Studierende zum Problem
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21:35 07.11.2019
Junge Leipziger könnten der KSS zufolge in Zukunft mehr Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche bekommen (Symbolbild). Quelle:  Kai Remmers/dpa
Leipzig

Leipzigs Studierende haben am wenigsten Geld: fürs Studium und zum Wohnen. Genau genommen sind es 798 Euro durchschnittlich im Monat, heißt es von der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS). Das sind 41 Euro weniger als alle anderen ostdeutschen Studierenden zur Verfügung haben und 120 Euro weniger als ihre westdeutschen Kommilitonen in der Regel aufbringen können.

Doch egal in welcher Stadt studiert wird, der BAföG-Wohnzuschlag beläuft sich immer auf 325 Euro. Das reicht natürlich nicht für Durchschnittsmieten in München, Stuttgart oder Frankfurt – in letzterer Stadt ist der Mietpreis mit etwa 505 Euro im Monat noch der günstigste im Metropolenvergleich, ergibt eine Analyse des Finanzberaters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft. In Leipzig beläuft sich die Miete so im Schnitt auf 278 Euro. Die KSS will es in Leipzig gar nicht erst zu solchen Zuständen kommen lassen.

30.000 Studierende, 5200 Wohnheimplätze

KSS-Sprecher Lasse Emcke sagt dazu: „Der Neubau von Wohnheimen muss auf die Agenda gesetzt und durch den Freistaat gefördert werden. Auch wenn die letzte Koalition die Studentenwerke massiv gefördert hat, werden weitere Finanzmittel gebraucht, damit insbesondere die bestehenden Wohnheime saniert und ausgebaut werden können.“ Wohnheimplätze sind schließlich auch in Leipzig sehr begehrt, jedoch begrenzt. Auf die 30.000 Studierenden der Stadt kommen nur 5200 Plätze vom Studentenwerk.

Studium könnte sozial exklusiver werden

Dieteils rasant steigenden Mieten der Stadtkönnten „das Studium in Sachsen sozial exklusiver“ machen, beschreibt Emcke die Situation zudem. Bereits die reguläre Wohnungssuche gestaltet sich für manche jungen Leipziger schwierig. Einkommensnachweise und Bürgschaften von gut verdienenden Angehörigen sind bei vielen Wohnungsbewerbungen ein Muss.

Studentische Wohnheime scheinen somit bislang die günstigste und vor allem einfachste Alternative auf dem Leipziger Wohnungsmarkt zu sein. Laut der KSS gilt es diese Option nun beizubehalten und weiter auszubauen.

Von Lotta-Clara Löwener

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