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Lokales Leipziger Nachwuchsforscher ausgezeichnet
Leipzig Lokales Leipziger Nachwuchsforscher ausgezeichnet
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10:04 08.05.2019
Gewinnerteams und Einzelsieger mit LVB-Chef Michael Halberstadt (links), Lehrer-Chef Jörg Heynoldt (daneben) und Moderator Martin Lobst (rechts). Quelle: André Kempner
Leipzig

Sie haben eine Grätelzelle gebaut, die Sonnenenergie nach dem Vorbild der Photosynthese in Strom umwandelt. Und sie haben zum Beispiel einen Mikrocontroller namens „Arduino“ so programmiert, dass er eine Ampel steuert. 305 Schüler der neunten und zehnten Klassen aus Leipzig und Umgebung wetteiferten im März und April im 13. Nachwuchsforscher-Wettbewerb „experiNat“ der Leipziger Gruppe der Stadtwerke, Verkehrsbetriebe, Wasserwerke und Sportbäder um Plätze und Preise. 61 Teams aus 26 Schulen nahmen teil. In der Glaskuppel der Leipziger Volkszeitung wurden am Dienstagabend die Gewinner verkündet.

Fünfer-Gruppen der Oberschule Mockrehna und des Johann-Walter-Gymnasiums Torgau teilen sich den Preis in der Mannschaftswertung. Zur Belohnung steht nun die nächste Herausforderung an: eine Rafting-Tour im Kanupark Markkleeberg.

„Wir brauchen junge Tüftler“

„Wir profitieren ebenso von Leipzigs größtem naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb wie die Teilnehmer“, findet Michael Halber­stadt, Geschäftsführer der Leipziger Verkehrsbetriebe. „Als Leipziger Gruppe brauchen wir junge Tüftler.“ Schüler wie die beiden Sieger der Einzelwertung, die einen 200-Euro-Einkaufsgutschein gewannen: Unter den Gymnasiasten sammelte der Torgauer Nils Haß die meisten Punkte.

Ob ihn der Vorwurf treffe, ein Streber zu sein, wollte Moderator Martin Lobst wissen. „Nein, denn irgendwie stimmt das schon“, lautete die selbstbewusste Antwort. „Aber mir machen Naturwissenschaften so viel Spaß, dass es sich dafür lohnt zu streben.“ Der 15-Jährige will später Informatik studieren und sich vor allem um Cyber-Sicherheit kümmern, sagt er.

In der Oberschulen-Wertung erreichte Janice Retzke von der Leipziger Oberschule am Weißeplatz das beste Einzelergebnis. Sie hatte am Dienstag doppelten Grund zu feiern: den Sieg und ihren 15. Geburtstag. „Informatik finde ich spannend“, sagt sie, aber der erste Berufswunsch sei ein anderer: „Am liebsten möchte ich in die Medizin.“

Tausche Klassenzimmer gegen Forschungslabor

An jeweils zwei Tagen hatten alle 305 Schüler ihre Klassenzimmer gegen Forschungslabors im Helmholtzentrum für Umweltforschung, in der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, im Inspirata-Museum, im Technologiezentrum GaraGe und bei den Wasserwerken getauscht. Wofür Jörg Heynoldt von der Landesagentur für Schule und Bildung am Ende insbesondere den Lehrern dankte.

Von mwö

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