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Lokales Streit über Zukunft des Wassertourismus in Leipzig verschärft sich
Leipzig Lokales Streit über Zukunft des Wassertourismus in Leipzig verschärft sich
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14:10 22.07.2019
Boote fahren auf dem Elsterflutbett im Clara Zetkin-Park unter der Sachsenbrücke. Um die touristische Nutzung von Flüssen und Seen in Leipzig ist eine Diskussion entbrannt. Quelle: Sebastian Willnow/dpa
Leipzig

Die Diskussion zum Wassertourismus in und um Leipzig verschärft sich. Konkret geht es um die Weiterführung des Wassertouristischen Nutzungskonzepts (WTNK). Die Umweltverbände BUND, NABU, Ökolöwe und der Bürgerverein Pro Leipzig haben ihren Rücktritt vom Runden Tisch zur Fortführung des WTNK am Montag in Leipzig erklärt. Der Grund sei eine fehlende Diskussion der Gewässerentwicklung mit alternativer sportlicher und touristischer Nutzung.

Kritik am zunehmenden Motorbootverkehr

Die Verbände werfen Politik und Verwaltung in einer gemeinsamen Pressemitteilung vor, einzig Boots- und Schiffsverkehr auf den Gewässern verstärken zu wollen. Ein naturschutzfachliches Gesamtkonzept fehle hingegen. Die Gewässerentwicklung sei mittlerweile zudem durch teure Großprojekte geprägt. Der Ausbau für Motorboote gerate in Konflikt mit Sport und Naherholung.

Was ist das WTNK?

Das WTNK wurde erstmals in den Jahren 2005 bis 2007 erarbeitet. Das Konzept sollte die wassertouristische Nutzung vom Witznitzer Seengebiet über das Leipziger Neuseenland bis zum Saale-Elster-Kanal regeln und weiterentwickeln. Finanziert wird das WTNK zu 75 Prozent aus Mitteln der Förderrichtlinie Regio des Landes Sachsen. Den Rest zahlen die Kommunen des Grünen Ringes Leipzig, der Zweckverband Kommunales Forum sowie Landkreis und Stadt Leipzig.

Von LVZ