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Lokales Studentenrat berichtet von weiteren sexuellen Übergriffen an Leipzigs Uni
Leipzig Lokales Studentenrat berichtet von weiteren sexuellen Übergriffen an Leipzigs Uni
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14:31 28.06.2019
Der Campus am Augustusplatz. Quelle: Armin Kühne
Leipzig

Nach Bekanntwerden von sexuellen Übergriffen an der Universität hat der Studentenrat der Leitung der Alma mater schwere Vorwürfe gemacht. Sie würde das Problem herunterspielen. „Es wandten sich im letzten Jahr zahlreiche Studenten und Studentinnen an uns, wenn sie Ziel sexueller oder sexualisierter Gewalt auf dem Campus geworden waren – in manchen Monaten allein fünf bis zehn Personen“, sagte am Freitag Beccs Runge vom Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Studentenrates. Die Uni-Leitung spricht hingegen von Einzelfällen.

Studentenrat fordert Beratungsstelle

Der Studentenrat forderte daher die Universitätsleitung auf, Konsequenzen zu ziehen und in Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro und dem Studentenrat „schnell und nachhaltig Lösungen zu finden, um Hilfesuchende zukünftig nicht mehr allein zu lassen“. Die Uni müsse dazu ihre Informationspolitik verbessern. „Es bleibt anzunehmen, dass zwischen der mangelhaften Informationsinfrastruktur der Universität und der nach eigener Aussage nur geringen Anzahl an Fällen, die sich in den letzten Jahren an den Gleichstellungsbeauftragten Georg Teichert gewandt haben, ein Zusammenhang besteht“, erklärte Michael Schiefelbein, Referent beim Studentenrat.

Nötig seien entsprechende Informationen auf den Internetseiten der Universität und des Gleichstellungsbüros. Außerdem forderte die Studentenvertretung die Einrichtung einer permanenten Beratungsstelle für Menschen, die Ziel von sexueller oder sexualisierter Gewalt geworden sind.

Studentinnen wurden von Dozenten belästigt

Wie berichtet, hatten sich im vergangenen Jahr zwei ehemalige Studentinnen der Universität mehrfach an den Leiter des Gleichstellungsbüros, Teichert, gewandt, da sie nach eigenen Angaben in der Vergangenheit Opfer von sexuellen Übergriffen durch einen Dozenten geworden waren. Die Vorgänge lägen 15 Jahre zurück. Auf mehrere E-Mails hätten die beiden Frauen keine Antwort erhalten. Sie beklagten zudem, dass es sehr schwierig sei, eine geeignete Ansprechperson an der Universität zu ermitteln. Die entsprechenden Informationen seien auf der Homepage nur versteckt zu finden und lückenhaft.

Von K. S.

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