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Lokales Sturm Bennet fegt über Leipzig und die Region – Zugverkehr gestört
Leipzig Lokales Sturm Bennet fegt über Leipzig und die Region – Zugverkehr gestört
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18:47 04.03.2019
Sturm Bennet wirbelte eine Staubwolke in Pegau (Kreis Leipzig) auf. Quelle: Mathias Bierende
Leipzig

Sturmtief Bennet ist am Rosenmontag mit Windgeschwindigkeiten von teilweise mehr als 100 Kilometern pro Stunde über die Region Leipzig gefegt und hat dabei vielerorts Schäden verursacht. 31 Einsätze habe es bis zum Nachmittag in der Messestadt und den Landkreisen Leipzig und Nordachsen gegeben, sagte ein Sprecher aus der Rettungsleitstelle gegenüber LVZ.de. Berichte über Verletzte lagen Polizei und Feuerwehr bis zum Nachmittag nicht vor.

Ab dem Mittag ließen starke Windböen Bäume und Telefonmasten umstürzen. Zudem lösten sich vielerorts Dachteile und Ziegel. Die Straße Am Ritterschlößchen in Leipzig-Leutzsch musste deshalb am Nachmittag vorübergehend gesperrt werden. Gegen 16 Uhr rückte die Feuerwehr wegen eines abgeknickten Baums in die Kulkwitzer Straße nach Kleinzschocher aus. „Insgesamt hielt sich das Einsatzgeschehen aber in Grenzen“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Bahnstrecke zwischen Leipzig und Erfurt gesperrt

Betroffen war auch der Bahnverkehr. Wegen eines Oberleitungsschadens musste die ICE-Strecke zwischen Leipzig und Erfurt am Nachmittag gesperrt werden, sagte ein Bahnsprecher am Abend. Der Verkehr wurde über Weimar und Naumburg umgeleitet. Den Angaben zufolge kam es deshalb zu Verspätungen von rund 60 Minuten.

Wegen des gleichen Schadens gab es auch zwischen Leipzig und Halle Probleme. Auf der Strecke hatten Züge ebenfalls Verspätungen von bis zu 60 Minuten.

Laut Bahnsprecher konnte gegen 18 Uhr ein Gleis wieder freigegeben werden. Danach rollte der Verkehr zunächst eingleisig. Wie genau der Schaden entstanden war, konnte der Sprecher am Abend noch nicht sagen.

Autos in Leipzig beschädigt

In Leipzig wurden mehrere Autos durch herumfliegende Gegenstände beschädigt, so in der Langen Straße in Zentrum-Ost oder in der Spinnereistraße in Plagwitz. Auf der Wundtstraße im Leipziger Süden flog ein Schild auf die Straße und sorgte für Behinderungen. In Schkeuditz wurden zwei Autos von einem Wellblech getroffen. In Gohlis-Süd hob es einen Pavillon aus der Verankerung – das Zelt landete in einem Baum. Notrufe gingen auch ein, weil ein Lastwagen umzukippen drohte und sich ein Transparent an der A38 durch den Wind löste.

Bedrohlich sah die Szenerie in Pegau (Landkreis Leipzig) aus: Hier wirbelte der Sturm eine große Wolke aus Staub auf und wehte Erde aus dem angrenzenden Tagebau-Areal und umliegenden Feldern über das Stadtgebiet. Sie verdunkelte den Himmel und trieb manchem Passanten förmlich Tränen in die Augen. Die Karnevalisten in Eilenburg trotzten dem stürmischen Wetter. Sie zogen ab 14 Uhr mit bunt geschmückten Wagen durch die Innenstadt.

Rosenmontagsumzug in Eilenburg. Die Narren nehmen die Muldestadt für sich ein. Seid ihr auch dabei? 🥳

Gepostet von LVZ Nordsachsen am Montag, 4. März 2019

Windspitzen von mehr als 100 km/h

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden am Flughafen Leipzig/Halle bereits am Morgen orkanartige Böen von mehr als 100 km/h (Windstärke 11) gemessen. In Oschatz erreichte der Sturm Windgeschwindigkeiten von knapp 94 km/h. In Leipzig lag der gemessene Spitzenwert bei knapp 75 km/h.

Die amtliche Sturmwarnung des DWD gilt noch bis 20 Uhr am Abend. Auch in der Nacht und am Dienstag bleibt der Wind weiter stürmisch. Erst am Mittwoch und Donnerstag soll sich das Wetter beruhigen. Die Temperaturen steigen dann auf frühlingshafte 15 bis 17 Grad.

Von Robert Nößler/jhz

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