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Leipzig Lokales Das sind Leipzigs Surf-Spots
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12:18 10.08.2019
Windsurfer finden auf den Seen in und um Leipzig hervorragende Bedingungen vor. Quelle: André Kempner
Leipzig

Wasser, Wind und leichte Wellen. Surfen – ein tolles Gefühl: Sanft übers Wasser gleiten oder mit dem Wind um die Wette flitzen. Draußen sein. Eins werden mit der Natur. Die Seen in und um Leipzig sind wie geschaffen fürs Windsurfen. Am Kulkwitzer, Cospudener, Markkleeberger und Störmthaler See finden Einsteiger genauso wie Fortgeschrittene ideale Bedingungen vor. Vier Seen, viel mehr Angebote: Am besten erst mal auf dem Trockenen surfen. Und dann: Ab aufs Brett.

Kulkwitzer See – der erste geflutete Tagebausee

Mit Brettern „Marke Eigenbau“ fing alles an: Kaum war der See geflutet, das Naherholungsgebiet eröffnet, trafen sich auch schon die ersten Fans zum Surfen ein. Damals innerhalb einer Betriebssportgemeinschaft (BSG) – heute als Mitglieder des Leipziger Sportvereins Süd-West, Abteilung Windsurfen. Seit 30 Jahren gehört auch Jürgen Roßbach zu den Surflingen. Mittlerweile ist er auf einem wendigen Funboard unterwegs. „Ich fühle mich völlig frei auf dem Wasser. Es gibt keinen Motor, der einen antreibt – nur den Wind“, beschreibt der Abteilungsleiter das besondere Gefühl beim Windsurfen.

Eldorado für Wassersportler: der Kulkwitzer See.

„Jetzt, im Sommer, wehen hier meist westliche Winde, wobei die aus Nordwest am besten geeignet sind.“ Ans Markranstädter Ufer des Kulki kommen Freizeitsportler aller Berufe und Generationen. „Ich surfte schon hier, da gab es die anderen Seen im Leipziger Südraum noch gar nicht“, sagt Sabine Korb. „Das Wasser ist extrem sauber“, findet die Markkleebergerin. „Meine 13-jährige Tochter Lydia hat bei Schwimmmeister Klaus Axmann das Surfen gelernt. Hier gibt es nämlich auch eine Kinder-Surfgruppe. Uns gefällt aber das ganze Vereinsleben, das familiäre Miteinander.“

Vereinsmitglieder haben jederzeit Zutritt zum Gelände am Markranstädter Ufer. 10 Euro monatlich kostet die Mitgliedschaft im Verein. www.lsvsw-surfen.de

Cospudener See – Symbol des Leipziger Neuseelandes

Bunte Segel flitzen an diesem Samstag wie von Geisterhand gezogen übers Wasser. „Heute ist das richtige Wetter für Könner“, sagen André Okunneck und Jörg Steinkopf vom Surfcenter-Leipzig am Cospudener See. „Doch insgesamt bietet der Cossi sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene ideale Bedingungen. Warum?

Eldorado für Wassersportler: der Cospudener See.

„Der Wind weht meist gleichmäßíg“, erklären die beiden Geschäftsführer. „Das wissen nicht nur Markkleeberger oder Leipziger zu schätzen: Die Leute kommen aus ganz Deutschland zum Surfstrand am Pier 1“, so André Okunneck. Segel setzen – und die Fahrt beginnt? So rasant geht es natürlich nicht. „Mit Board und dem kippbaren Segel richtig umgehen, lässt sich in Schnupper- und Wochenendkursen lernen. Natürlich bieten wir auch Kinderkurse an.“ Der Beginn der Wochenendkurse ist samstags und sonntags immer von 10 bis 16 Uhr. Ein Windsurfing-Grundkurs am Wochenende (acht Stunden) kostet 150 Euro, ein zweistündiger Schnupperkurs 50 Euro.

Öffnungszeiten des Centers in Markkleeberg, Hafenstraße 21, noch bis September: sonnabends 10 bis 19 Uhr und sonntags 10 bis 17 Uhr. www.surfcenterleipzig.de

Markkleeberger See – der Tiefste

„Woher kommt der Wind?“, ruft Franka vom Board aus. „Aus Nordwest“, ruft Surflehrerin Katrin über das Wasser zurück. Jede Menge Wind gebe es auf der Mitte des Sees. Wie man die Kraft des Windes nutzt, zeigen die Lehrer der All-on-Sea Wassersportstation in Einsteigerkursen und Schnupperstunden an den zwei Standorten: der Schladitzer Bucht und dem Markkleeberger See.

Ein Eldorado für Wassersportler: der Markkleeberger See.

Für fortgeschrittene Windsurfer gibt es Kurse im Trapezsurfen, Gleiten oder Wasserstart. „Unsere Freizeitsportler kommen aber auch wegen der naturbelassenen Zonen entlang des Markkleeberger Sees. Dadurch haben sich verschiedene Vogelarten angesiedelt“, sagt die Leiterin der Markkleeberger Station, Franziska Böhm.

Öffnungszeiten der Station in Markkleeberg, Am Bootssteig 1, in der Hauptsaison täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr. www.all-on-sea-markkleebergersee.de

Störmthaler See – der Idyllische

Wie steuert man mit dem Surfbrett? Was ist das Rigg? Gibt es auch Luv und Lee wie bei den Seglern? Und wie setzt man das Gleichgewicht des eigenen Körpers perfekt ein? Gut, dass es kippstabile Schulungsboards gibt. Hier zeigt Uwe Bauer, der Gründer der Surfschule am Störmthaler See, die richtige Technik. Der Windsurfinstructor im Verband Deutscher Wassersportschulen (VDWS) hat schon viele Menschen für das Windsurfen begeistert.

Ein Eldorado für Wassersportler: der Störmthaler See

Bereits seit 1979 betreibt der Sportlehrer an einem Leipziger Gymnasium das Windsurfen, nimmt erfolgreich an Regatten teil und stellt Windsurfmaterial her. Zudem ist Uwe Bauer tief in der Region verwurzelt: „Ich wurde im ehemaligen Ort Gruna, auf der heute im Störmthaler See liegenden Magdeborner Halbinsel, geboren. Als Kind musste ich mit meinen Eltern dem Braunkohletagebau weichen.“ Nun habe er eine neue Heimat. „Am Störmthaler See ist es nicht so überlaufen. Für mich als Surfschüler sind hier die günstigsten Windbedingungen“, sagt ein Wochenend-Gast aus Glauchau und setzt das Rigg: Die Fahrt beginnt.

Öffnungszeiten der Station in Großpösna, OT Dreiskau-Muckern, Grunaer Weg, donnerstags bis sonntags 14 bis 18 Uhr. www.surfschule-leipzig.de

Von Ingrid Hildebrandt

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