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Lokales Tarifkonflikt: Warnstreiks in Leipziger Werken gehen weiter
Leipzig Lokales Tarifkonflikt: Warnstreiks in Leipziger Werken gehen weiter
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17:22 18.01.2018
Die IG Metall hat zum bisher größten Streik der Autobauer in Leipzig aufgerufen. Mitarbeiter des Leipziger BMW Werk und dessen Zulieferer Schnellecke beteiligten sich an dem Arbeitskampf. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig.

Am Donnerstag haben die Gewerkschafter ihre Warnstreiks fortgesetzt. Bereits am Dienstag wurde im Tarifkonflikt zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmer im Leipziger Porsche-Werk temporär die Arbeit niederlegt. Nun wurde das Leipziger BMW-Werk und der BMW-Zulieferbetrieb Schnellecke bestreikt. Nach Angaben der IG Metall war das der bisher größte Warnstreik dieser Verhandlungsrunde. Davor kam es bereits in den Betrieben TAKRAF und Leesys zu Streiks.

Schätzungen der Gewerkschaft zufolge haben sich rund 2500 Beschäftigte der Frühschichten von BMW und Schnellecke daran beteiligt. Pünktlich 12.30 Uhr zum Ende der Mittagspause trat der Warnstreik in Kraft. Die Streikenden gingen in einem gemeinsamen Demozug vom Hauptgebäude des Werkes zum Kundgebungsort. Der Streik dauerte bis 14.30 Uhr an.

Mehr Lohn und bessere Arbeitszeitmodelle

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate, sowie Wahloptionen für moderne Arbeitszeitmodelle. Zudem verlangt die Gewerkschaft eine Verhandlungsverpflichtung über die Angleichung der Arbeitszeiten zwischen Ost und West. Die Arbeitgeber hatten zuletzt ein Lohnplus von zwei Prozent angeboten sowie eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März.

Ehe um 15.30 Uhr im Leipziger Westin Hotel die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Verhandlungsführern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer begann, richtete sich Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, noch einmal mit markigen Worten an die Belegschaften von BMW und Schnellecke: „Wir werden die Arbeitgeber stellen und machen das mit eurem Rückenwind“, rief er ihnen unter Beifall zu.

Er unterstrich, dass es bei den Verhandlungen nicht nur um mehr Lohn gehe, sondern vor allem um die Einführung der 35-Stunden-Woche in ostdeutschen Betrieben. Die sei wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Branche hat in Sachsen rund 180.000 Beschäftigte, allerdings sind schätzungsweise nur 35 Prozent der Betriebe tarifgebunden.

Von elo

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