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Lokales Tauchaer Farbkleckse in Leisnig
Leipzig Lokales Tauchaer Farbkleckse in Leisnig
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20:33 28.01.2018
Bernd Mattuschka im Gespräch mit Brigitte Kromer.   Quelle: Gerhard Dörner
Leisnig

 „Ich möchte Sie einladen zu einem kleinen Gartenspaziergang in Taucha. Ich dachte mir, ein paar Farbkleckse sind sicher angenehm fürs Auge im Winterhalbjahr.“ Mit diesen Worten eröffnete Bernd Mattuschka am Sonnabend seine erste alleinige Fotoausstellung im Stadtgut Leisnig. Eine Woche lang sind nun Aufnahmen aus dem Garten des gebürtigen Leisnigers in Taucha zu sehen, die er über die letzten beiden Jahre aufgenommen hat: Spinnweben, die sich im Wind über ein paar Distelblüten gelegt haben, Tannennadeln in atmosphärischem Sonnenlicht, Wasserperlen, die sattgrüne Blätter benetzen – und Blüten über Blüten, vom Strahlen im Sommer bis zum Vergehen im Winter, wie eine sterbende, von Reif bedeckte Rosenblüte zeigt.

Die Idee zur Ausstellung kam von Carla Lichtenstein vom Leisniger Kulturbund, die diese nutzte, um ein Stadtgutstündchen anderer Art zu präsentieren. Denn normalerweise findet die Veranstaltung sechs Mal jährlich an einem Mittwochabend statt. Diesmal war alles anders: Mit der Fotoschau ging es um 14 Uhr los, um 15 Uhr spielte das Salonorchester Krambambuli aus Dresden und die Bibliothek, in der selbst Gebackenes angeboten wurde, hatte bis 18 Uhr geöffnet.

Das Jahr mit etwas Schönem beginnen

„Ich dachte, Weihnachten ist vorbei und der Fasching hat noch nicht begonnen. Das ist der richtige Moment, um das neue Jahr mit etwas Schönem zu beginnen“, sagte sie kurz vor der Eröffnung. Ein weiterer Anlass hatte mit Bernd Mattuschkas Vater Gerhard zu tun. Denn auf dieses Jahr fällt der zehnte Todestag des früheren Stadtfotografen, der ebenfalls im Kulturbund aktiv war und sich als Stadt- und Klosterführer engagierte. Durch ihn kam Bernd Mattuschka zur Leidenschaft der Fotografie. „Ich kenne ihn schon lange und weiß, dass er gute Fotos macht“, lobte Lichtenstein.

Bernd Mattuschka selbst hatte sichtlich Freude an seinem Besuch in Leisnig und dem Wiedersehen mit alten Freunden. „Ich bin nur noch selten hier. Es gibt einen kleinen Freundes- und Bekanntenkreis und es gäbe sicher noch mehr Anlässe, herzukommen“, sagte er und lobte zugleich die tolle Entwicklung im Stadtgut. „Hier ist etwas Wunderbares entstanden und ich bin froh, dass auch die Nachfrage nach so einer Veranstaltung da war“, sagte der 64-Jährige.

Salonorchester Krambambuli zum fünften Mal in Leisnig

Tatsächlich hatten sich schon im Vorfeld rund 30 Gäste angemeldet und über den Nachmittag ließen sich noch einige mehr blicken – angelockt einerseits durch die Bilder, aber sicher auch durch das in Leisnig inzwischen wohlbekannte Salonorchester Krambambuli. „Vor vielen Jahren habe ich die Gruppe mal bei einem Töpfermarkt in Naunhof kennengelernt. Und jetzt spielen sie schon zum fünften Mal hier – immer in wechselnder Instrumentenbesetzung“, schwärmte Lichtenstein.

Dieses Mal kam das Orchester zu viert – mit Florian Mayer an der Geige, Frank Haussig am Bass, Ruslan Kratschkowski am Akkordeon und Stefan Ehrlich an der Gitarre. Mit Swing, dem französischen Volkstanz Musette, Walzer und Tango sorgten sie für die richtige Kaffeehausatmosphäre in der Stadtbibliothek – und wer wollte, konnte sogar ein wenig das Tanzbein schwingen.

Harfenistinnen spielen Filmmusik im Februar

Das wird beim nächsten Stadtgutstündchen im Februar eher schwierig, auch wenn die Musik wieder im Mittelpunkt steht. Ein Leipziger Harfenistinnengruppe wird in Leisnig Filmmusiken spielen. Den genauen Termin gibt Carla Lichtenstein noch bekannt – es wird aber wieder ein Mittwochabend sein.

Von Sebastian Fink

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