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Lokales Telekom-Hochschule bleibt noch zwei Jahre länger geöffnet
Leipzig Lokales Telekom-Hochschule bleibt noch zwei Jahre länger geöffnet
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08:01 29.05.2019
Die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) bleibt nun doch zwei Jahre länger bis 2022 bestehen. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Eine Überraschung gab es am Dienstag an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL). Am Nachmittag teilte Rektorin Christiane Springer den Studierenden und Mitarbeitern mit, dass die Einrichtung nun doch nicht schon im Jahr 2020 schließt. Vielmehr habe das sächsische Wissenschaftsministerium dem Antrag des Hochschulträgers entsprochen, die staatliche Anerkennung der HfTL bis ins Jahr 2022 zu verlängern.

Problem von 50 Studierenden gelöst

Auf LVZ-Nachfrage bestätigte dies das Ministerium. Nutznießer seien etwa 50 Studierende der Fachrichtungen Wirtschaftsinformatik sowie Informations- und Kommunikationstechnik, die nun ihr berufsbegleitendes Studium in der Regelstudienzeit am gewohnten Ort in Connewitz abschließen können, erklärte ein Sprecher. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) ließ sich wie folgt zitieren: „Es war für uns immer selbstverständlich, dass auch die an der HfTL verbleibenden Studierenden ihr Studium in einer hohen Qualität beenden können. Viele hatten sich mit der Sorge um ihre Zukunft an uns gewandt und ich bin froh, dass wir gemeinsam mit der Deutschen Telekom eine gute Lösung gefunden haben und mit der Verlängerung der staatlichen Anerkennung für die Hochschule dem Rechtsanspruch der Studierenden gerecht werden.“

Telekom stiftet 17 Professuren auf Lebenszeit

Bekanntlich hatten Telekom, Freistaat und die benachbarte Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig im Dezember 2018 einen Vertrag geschlossen, auf dessen Grundlage an der HTWK eine neue Fakultät „Digitale Transformation“ entsteht. Diese Fakultät wird am 19. Juni 2019 offiziell eröffnet. Sie zählt bereits 126 Studierende und soll ihre Kapazität schrittweise auf 500 erhöhen. Die Telekom finanziert dabei als Stifterin 17 Professuren auf Lebenszeit.

Mehr Zeit für Neuorientierung der HfTL-Mitarbeiter

Laut Telekom-Sprecher Peter Kespohl wurden zuletzt verschiedene Varianten für die verbliebenen Kommilitonen an der HfTL geprüft, auch Gespräche mit anderen privaten und staatlichen Hochschulen geführt. Die jetzige Lösung habe den Vorzug, dass die Betroffenen nicht ihre Hochschule wechseln müssten. Die Lehre solle in enger Kooperation mit der neuen HTWK-Fakultät stattfinden. Ein weiterer Vorzug sei, dass es nun mehr Zeit für jene Dozenten und sonstigen Mitarbeiter der traditionsreichen HfTL gebe, die noch keine neue berufliche Perspektive haben. Die HfTL wurde 1953 als Schule für das Post- und Fernmeldewesen gegründet und seit 1995 als (inzwischen letzte) private Hochschule der Telekom geführt.

Von Jens Rometsch

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