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Lokales Teureres Semesterticket für Studenten: Noch nichts in Stein gemeißelt
Leipzig Lokales Teureres Semesterticket für Studenten: Noch nichts in Stein gemeißelt
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18:40 02.11.2018
Wie sich der Preis für das Semesterticket entwickelt, ist noch nicht endgültig beschlossen. (Symbolfoto) Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: Ob die Preiserhöhung für das Semesterticket in Leipzig tatsächlich in der Form geschieht, wie es die Juso-Hochschulgruppe (HSG) Leipzig am Dienstag verkündet hatte, daran mehren sich die Zweifel. Wie am Donnerstag berichtet, soll der Preis für das Pflicht-Ticket ab dem Wintersemester 2019/20 schrittweise von 125 auf 175 Euro angehoben werden. Das war das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Student_innenRat (StuRa) und dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV).

Nachverhandlungen bis zur Vertragsunterzeichnung möglich

Dass in dieser Hinsicht aber noch lange nichts in trockenen Tüchern ist, geht unter anderem aus einer Antwort von Studentenwerk-Sprecher Michael Mohr auf eine LVZ-Anfrage hervor. Zwar habe sich der StuRa der Uni Leipzig für das neue Modell ausgesprochen. „Damit ist jedoch die letzte Entscheidung über die Annahme des Angebotes noch nicht gefallen. Die Entscheidung wird im Januar oder Februar vom Verwaltungsrat des Studentenwerkes Leipzig getroffen“, so Mohr. Der aktuelle Vertrag laufe bis einschließlich Sommersemester 2019.

Bis dahin werde voraussichtlich noch nachverhandelt werden. Das gilt auch für die neuen Vorteile, die sich für die Studierenden ergeben sollen – namentlich ein Härtefallausgleich und die Vorabnutzung des Nahverkehrs für Erstimmatrikulierte.

Unionsnahe Hochschulgruppe übt Kritik an Jusos

Scharfe Kritik an den Verhandlungsergebnissen äußert derweil die unionsnahe Hochschulgruppe des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Leipzig. Der RCDS-Vorsitzende Matthias Bohlmann erklärt in einer Pressemitteilung: „Die Verhandler haben sich über den Tisch ziehen lassen und der MDV scheint keine innovativen Angebote mehr bieten zu können. Mit der Steigerung um 50 Euro bis 2023 verkommt ein eigentlich sinnvolles Finanzkonzept zur Frechheit.“ Auch sei unverständlich, dass sich einzelne Akteure der Juso-Hochschulgruppe trotz des schlechten Verhandlungsergebnisses selbst lobten.

Bemängelt wird zudem die Qualität des MDV in Sachen Pünktlichkeit, Technik und Organisation. Das Preis-Leistungs-Verhältnis habe sich enorm verschlechtert. Die geplante Gebietserweiterung in Sachsen-Anhalt sei nur ein Alibi. Mittelfristig müssten neue Studenten gewonnen werden, die sich für Leipzig und die Region des Mitteldeutschen Unibundes entscheiden. Das gehe aber nur mit einem nachhaltig attraktiven Verkehrsangebot.

Der RCDS Leipzig fordere schon länger zubuchbare Angebote wie ein „alternatives Sachsenticket“. Orte wie Jena, Erfurt, Zwickau, Chemnitz und Dresden sollen damit ohne teures Lösen von Einzelfahrkarten flexibel erreichbar sein. Der RCDS will es sich nun zum Ziel setzen, das Problem „mittels einer Umfrage unter der gesamten Studentenschaft sowie einer stärkeren Leipziger Stimme in Kooperation mit der Stadt zu lösen“.

von Christian Neffe

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