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Lokales Thomasschüler könnten künftig in Leipziger Arena in Sport unterrichtet werden
Leipzig Lokales Thomasschüler könnten künftig in Leipziger Arena in Sport unterrichtet werden
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09:02 15.12.2018
Mit dem Bau einer Ballsporthalle könnten Thomasschüler in der Arena unterrichtet werden. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Die Schüler der Thomasschule ertüchtigen sich möglicherweise bald in der Leipziger Arena. In etwa drei Jahren, wenn die angedachte Ballsporthalle auf der bisher freien Fläche an der Ecke Zwi­ckauer Straße/Richard-Lehmann-Straße steht, werde eine Halle in der Arena frei, sagte Henry Maier, Sachgebietsleiter für Schulentwicklungsplanung der Stadt Leipzig, der LVZ. Dort trainieren derzeit noch Handballer. In der Ballsporthalle, deren Finanzierung von Freistaat und Bund noch nicht abschließend geregelt ist, soll neben Großveranstaltungen auch Schulsport stattfinden. Aktuell nutzen die Gymnasiasten der Thomasschule noch die schuleigene kleine Halle, einige Klassen werden in der Gerda-Taro-Schule in der Telemannstraße unterrichtet. In der Drei-Felder-Halle in der Telemannstraße trainieren außerdem Grundschüler der Schule am Floßplatz sowie Oberschüler der Petrischule Springen und Turnen.

Akuter Sporthallenmangel in Leipzig

In Leipzig herrscht akuter Sporthallenmangel. Der Schulentwicklungsplan der Stadt Leipzig, der Anfang kommenden Jahres veröffentlicht werden soll, fordert daher den Bau einer Dreifeld-Sporthalle im Gebiet Zentrum-Süd. Doch bislang fehlt der Stadt die Fläche dafür. Die Wege, welche die Schüler zum Turnunterricht zurücklegen müssen, sind weit. Dadurch geht häufig Unterrichtszeit verloren. Johannes Gosch, Vorsitzender des Stadtschülerrates, ist „sehr unzufrieden“ mit der Sporthallensituation in der Stadt. Er spricht von einem „maßlosen Defizit“. Mal würden die Schüler einer Schule auf fünf Turnhallen verteilt, mal teilten sich fünf Schulen eine Turnhalle.

Ab kommendem Schuljahr verringern sich die Kapazitäten in der Sporthalle der Gerda-Taro-Schule in der Südvorstadt. Das Gymnasium, das im August 2017 eingeweiht wurde, wächst. Dennoch sollen die Grundschüler vom Floßplatz weiterhin dort sporteln. Wenn es zu eng wird, müssten eben die Gymnasiasten in einer anderen Sporthalle unterrichtet werden, sagt Maier. Der kurze Weg zur Halle für die Grundschüler habe Vorrang.

Schüler auf umliegende Schulen aufteilen

Bessere Voraussetzungen für den Sportunterricht erhofft sich Maier von den geplanten Schulen am Bayerischen Bahnhof. Oberschule und Gymnasium sollen dort 2025 eröffnen. Eine oder zwei Turnhallen mit insgesamt sechs Feldern sind geplant. Am Bayerischen Bahnhof sollen dann auch die Schüler der Petrischule Völkerball spielen und sich am Barren üben. Bis es allerdings so weit ist, werden die Schüler auf umliegende Turnhallen aufgeteilt.

CDU-Stadtrat Michael Weickert sitzt wie auch Gosch im Unterausschuss Schulnetzplanung. In der vergangenen Sitzung des nicht-öffentlich tagenden Gremiums habe er vom Vorschlag, künftig in der Arena zu unterrichten, nichts gehört. „Das wäre wirtschaftlich nicht darstellbar“, sagt er mit Blick auf die hohen Betriebskosten. Weickert appelliert an die Stadtverwaltung, vorhandenes Geld auch einzusetzen. „Wir lösen die Sporthallen-Probleme nicht durch schnelle Entschlüsse“, vielmehr müssten vorliegende Planungen auch umgesetzt werden.

Auch Linken-Stadträtin Margitta Hollick, die ebenfalls im Ausschuss sitzt, kann sich nicht vorstellen, dass in der Arena Schulsport stattfinden soll. Dem stünde der Betreibervertrag entgegen, nach dem die Im Vergleich zu den neu gebauten Schulen seien die Sporthallen im Verzug, sagt sie. Und der Bau einer Turnhalle dauert. „Mindestens die nächsten zwei bis drei Jahre werden wir noch große Probleme haben, weil das Thema nur aufgeschoben wird“, meint Stadtschülersprecher Gosch.

Von Theresa Held

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