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Lokales Tourismus in Großpösna: Hohes Potenzial mit Luft nach oben
Leipzig Lokales Tourismus in Großpösna: Hohes Potenzial mit Luft nach oben
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12:01 25.04.2019
„Gelungenes Gesamtpaket Störmthaler See mit Vineta als Alleinstellungsmerkmal“: In einer Analyse kommt das kleine Naherholungsgebiet gut weg. Quelle: Andreas Döring
Grosspösna

Wie findet sich ein ortsfremder Gast in Großpösna zurecht, wenn er als Tourist Angebote zur Erholung, Freizeitgestaltung oder Bildung sucht? Finden Wanderer, Zugreisende, Radfahrer oder Autofahrer die vielfältigen kulturellen und Naherholungsangebote der Gemeinde? Um das herauszufinden, haben die Profis des Leipziger Landschaftsarchitekten-Büros „quartier vier“ unter anderem eine neue Mitarbeiterin zu ihrem ersten Besuch nach Großpösna geschickt, um so unverfälschte erste Eindrücke geliefert zu bekommen.

Hinweise für Wanderer fehlen

Deren Erkenntnisse flossen in die Ergebnisse der „Analyse eines nachfrageorientierten touristischen Infrastrukturbedarfs“ ebenso ein, wie viele andere Feststellungen. In Auftrag gegeben worden war die Analyse von den drei Tourismusverbänden Leipziger Neuseenland, Sächsisches Burgenland sowie Sächsisches Heideland. Vorgestellt wurde das Ergebnis für Großpösna unlängst im dortigen Gemeinderat von „quartier vier“-Mitarbeiterin Claudia Siebeck. „Wir wollen fachliche Empfehlungen aussprechen, ohne erhobenen Zeigefinger“, sagte sie und machte gleich einige Vorschläge für Verbesserungen: „Es gibt keine Willkommenschilder im Ort. Die müssen zwar nicht sein, schaden aber auch nicht. Und wenn man mit dem Zug in einem der beiden Großpösnaer Bahnhöfe ankommt, fehlen für Wanderer Hinweise für professionelle Start- und Zielpunkte etwa zum Störmthaler See mit Wegweisung und Kilometerangaben.“ Generell war die fehlende Ausschilderung von Wanderwegen etwa im Oberholz einer der Hauptkritikpunkte. Die Wegweiser für Radwanderer seien teils schon zu sehr verblasst.

Gute Noten für Großpösnaer Homepage

Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) zeigte sich für diese Hinweise offen und dankbar: „Wir sind kritikfähig und wollten diesen Blick von außen haben, man wird ja selbst betriebsblind. Die Wanderwege und deren Ausschilderungen liegen mir auch am Herzen, da müssen wir dringend was machen.“ In der umfangreichen Analyse wurde unter anderem auch der Informationsgehalt der Homepage der Gemeinde überprüft. „Sehr modern im Vergleich zu den anderen untersuchten 42 Kommunen vergleichbarer Größe. Alle Links funktionieren, technisch ist sie einwandfrei“, lobte Siebeck. Weniger gelungen sei, dass man sowohl über Großpösna als auch über die Adresse Störmthaler See zu Internetangeboten gelange, hier wurde die Konzentration auf eine Adresse empfohlen.

Störmthaler See als gelungenes Gesamtpaket

Im Großen und Ganzen führten die Profis sehr viele positive Punkte für den Tourismus in Großpösna auf, teils verbunden mit Empfehlungen, wie man manches besser machen könnte. Das betraf nicht nur „das sehr gelungene Gesamtpaket Störmthaler See“ mit Vineta als Alleinstellungsmerkmal. Unter anderem wurden auch das Lazarettmuseum Seifertshain („leider zu wenige Öffnungszeiten“), das „Bilderbuchdorf“ Dreiskau-Muckern, der Bergbau-Technik-Park, die Kirche in Störmthal, der naturnahe Wald Oberholz mit sehr gut ausgestatteten Lehrpfaden als vorbildhaft angelegt beziehungsweise mit hohem touristischen Potenzial benannt. Die Gemeinderäte wissen nun, wo noch Verbesserungen nötig sind und mit welchen touristischen Pfunden sie wuchern können. Im Fazit der Leipziger Landschaftsarchitekten heißt es, dass sich Großpösna als moderne Gemeinde mit hoher Lebensqualität präsentiert, die den Wandel von der Industrie- zur Erholungslandschaft geschafft hat und mittlerweile zu einem Anziehungspunkt der Erholung und Kultur geworden ist.

Hohe Anziehungskraft für Naherholungssuchende

Die Kommune Großpösna besitze ein hohes touristisches Potenzial und dank des Störmthaler Sees eine hohe Anziehungskraft für Naherholungssuchende aus der Region und von außerhalb. Die Ausstattung ist im Vergleich zu anderen Seenlandschaften im Bundesgebiet sehr modern und vorbildhaft barrierefrei. Das vielseitige Angebot spricht sowohl Jugendliche (Wassersport) als auch Senioren (Schiffahrt), sowohl Individualtouristen für einen Tag als auch Gruppenreisen mit Übernachtung an. In Bezug auf Barrierefreiheit ist das Angebot vorbildlich. Manche Stärken, wie der Verlauf des Grimma-Halle-Wanderwegs, würden noch nicht gänzlich genutzt. Es wird empfohlen, erfolgversprechende Themen im Tourismus wie Regionalisierung, Gesundheit und Nachhaltigkeit in der Zukunft mehr in den Fokus zu rücken.

Von Olaf Barth

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