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Lokales Trabifeeling und Ostalgie: "Go Trabi Go" beim LVZ Sommerkino
Leipzig Lokales Trabifeeling und Ostalgie: "Go Trabi Go" beim LVZ Sommerkino
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09:36 15.07.2016
Echtes Trabifeeling und einen Korb voller Ostprodukte gab es gestern Abend auf der Rennbahn für Jana und Laura Winkler (l.). Lars Hartmann und Andrea Junghahn vom Trabant Club Leipzig stellten ihre „Rennpappen“ als Kulisse zum Kultfilm „Go Trabi go“ zur Verfügung. Quelle: André Kempner
Leipzig

Mit Schorsch und Schackeline nach Italien – der Kultfilm „Go Trabi Go“ ist zwar schon 25 Jahre alt, aber immer wieder gern gesehen. Fürs LVZ-Sommerkino auf der Galopprennbahn wünschten sich die Leser genau diese Komödie um Familie Struutz aus Bitterfeld und ihre himmelblaue Rennpappe, und sie bekamen sie – Donnerstagabend. Wie im richtigen Kinosaal saßen die Fans mit Popcorn und Bier auf der überdachten Tribüne. Oder hatten sich mit Decken, die es zum Ausleihen gibt, in den Liegestühlen eingekuschelt.

Einen Logenplatz der besonderen Art nahmen Laura (26) und Jana Winkler (30) ein: Dank LVZ-Facebook-Gewinnspiel sahen sie den Film vom Fahrer- und Beifahrersitz eines Trabis aus. „Die Scheibenwischer sind ja witzig! Die sind so kurz, dass man sich bei Regen direkt hinters Lenkrad klemmen muss“, staunte Laura. „Mir ist gleich wieder der Benzingeruch aufgefallen“, sagte Jana. Die Studentin und die Doktorandin feiern in Kürze ihren ersten Hochzeitstag und ihren Geburtstag. Da sie dieses Jahr keinen Urlaub machen können, nahmen sie den virtuellen Ausflug nach Italien als kleinen Ersatz. Als Proviant gab es einen Korb voller Ostprodukte.

Standesgemäß mit dem Trabi fuhren Andrea Junghahn (46) und Lars Hartmann (29) direkt aufs Rennbahn-Gelände. Die beiden gehören zum Trabant-Club Leipzig und stellten ihre 32 und 30 Jahre alten Leukoplastbomber gern zum Angucken und Probesitzen zur Verfügung. Bis nach Italien sind sie damit zwar noch nicht gekommen. „Aber eines stimmt wie im Film, dass man unterwegs viele neue Leute kennenlernt, die von ihrem eigenen Trabi erzählen und was sie damit erlebt haben.“

In den kommenden Tagen soll der Sommer zurückkehren. „Wir haben insgesamt 18 Filmabende, da wäre es schön, wenn wir ganz Leipzig einmal hier begrüßen könnten“, wünscht sich Alexander Leip, Chef der Scheibenholz GmbH. „Wir haben eine tolle Location und sehr gute Technik.“ Bei der Filmauswahl durfte Leip allerdings nicht mitreden, weil er nicht im Stoff steht: „Ich bin nicht so der Kinoexperte, war auch früher nie mit den Mädels im Kino.“ Nun kommt das Kino halt zu ihm auf die Rennbahn. Die 200 Quadratmeter große Allwetterwand hält möglichem Regen stand.

Zu den Besuchern der Pre-Opening-Veranstaltung am Mittwoch mit dem Film „Being Bruno Banani“ gehörte Unternehmerin Ute Steglich. „Ich finde das gut, dass zum Sommerkino auch mal Leute das Gelände kennenlernen, die sonst nichts mit Pferderennen am Hut haben.“ Sie und ihr Mann haben sich das Programm aus der LVZ herausgenommen und in der Küche deponiert. „Wir kommen bestimmt wieder. ,Fack ju Göhte’ habe ich noch nicht gesehen. Bei ,Dirty Dancing’ könnte ich zwar schon mitspielen, so oft habe ich das gesehen, aber ich würde mir den Film noch mal anschauen“, so Steglich.

Am Freitag gibt es die Komödie „Schlussmacher“ mit Matthias Schweighöfer zu sehen.

Tickets kosten 8,50 Euro (Vorverkauf: 7,50 Euro). Hier gibt es Karten: LVZ-Geschäftsstelle Peterssteinweg, LVZ-Media-Store (Höfe am Brühl), Ticketgalerie Hainstraße und Büro der Scheibenholz GmbH.

Kerstin Decker

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