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Lokales Tüftler aus Leipzig gehen mit Luftmessgerät in Serie
Leipzig Lokales Tüftler aus Leipzig gehen mit Luftmessgerät in Serie
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11:31 28.08.2019
Davon soll es bald mehr geben: Das mit modernster Sensortechnik gespickte Luftanalyse-System air-Q geht in die Serienproduktion. In einem ersten Schritt werden bis zu 2500 Geräte entwickelt. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Die Entwickler des neuartigen Luftanalysators air-Q (die LVZ berichtete) haben die Finanzierung für die Serienproduktion ihres Gerätes unter Dach und Fach: Mit Hilfe der Finanzierungsplattform Kickstarter haben sie ihr bislang nur als Prototyp vorhandenes Messgerät acht Wochen lang Interessenten in einem Vorverkauf angeboten, um Geld für die Aufnahme der Serienproduktion einzunehmen. Nach Angaben der Entwickler wurden so mehr als 100 000 Euro Umsatz erwirtschaftet. Dieser Erfolg habe auch einen Kapitalgeber überzeugt, der einen Nachweis dafür benötigte, dass es einen ausreichend großen Markt für den Luftanalysator gibt, heißt es bei den Entwicklern. Dadurch sei eine weitere Finanzierung über ein Bankdarlehen in Höhe von 500 000 Euro möglich geworden.

Geldgeber schießt 500 000 Euro zu

„Der Darlehensgeber hat sich im Detail über die Verkäufe bei Kickstarter und im Online-Shop informiert und dann dem Vertrag zugestimmt“, berichtet Mario Körösi, Geschäftsführer der hinter der Neuentwicklung stehenden Corant GmbH. „Das zeigt: Crowdfunding funktioniert, wenn man einen über den eigentlichen Betrag hinausgehenden Mehrwert generieren kann – etwa durch zusätzliche Kontakte, Marketingeffekte oder Verkäufe im eigenen Online-Shop.“

Das Luftmessgerät wurde im SpinLab, dem Technologie-Labor für Firmengründer in der Leipziger Baumwollspinnerei, zur Serienreife entwickelt. Es spürt mit der weltweit modernsten Sensortechnik 14 Raumluft-Werte auf, analysiert sie und schlägt Alarm, wenn Gefahren für die Gesundheit oder die Leistungsfähigkeit bestehen. Körösi und sein Team haben nicht nur Vorbestellungen aus Deutschland erhalten, sondern auch aus Österreich, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Großbritannien, Rumänien und Japan.

Spezialentwicklung für die Industrie läuft

Die ersten Käufer konnten ihre Geräte zum Vorteilspreis ab 199 Euro bestellen und erhalten ihr Messgerät, wenn alles wie geplant läuft, noch vor Weihnachten. Regulär kostet der air-Q für Endverbraucher im Online-Shop derzeit 489 Euro; auch eine leicht abgespeckte Variante für 339 Euro ist zum Serienstart Ende des Jahres vorgesehen.

Mit dem jetzt verfügbaren Kapital wollen die Entwickler in einem ersten Schritt bei einem Unternehmen in Sachsen 2000 bis 2500 Geräte produziert lassen. Darüber hinaus wird inzwischen auch noch ein spezielles Industriegerät entwickelt, das bis zu zehn zusätzliche Sensoren aufnehmen kann. „Durch das Prinzip der Modularität und die Algorithmen zur Auswertung der Daten können dann ganz spezifische Anforderungen einzelner Branchen abgedeckt werden“, betont Körösi.

Internet: www.air-Q.de

Von Andreas Tappert

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