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Lokales Übernachtungen – Leipzig knackt die Drei-Millionen-Marke
Leipzig Lokales Übernachtungen – Leipzig knackt die Drei-Millionen-Marke
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06:00 04.01.2018
Volker Bremer, Geschäftsführer der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM), im Gewandhaus, dessen Orchester in diesem Jahr seinen 275. Gründungstag feiert.   Quelle: André Kempner
Leipzig

 Leipzigs Tourismus bleibt kräftig im Aufwind. So ist es im Vorjahr endlich gelungen, die magische Grenze von drei Millionen Übernachtungen in den Hotels und Pensionen der Stadt zu knacken. 2016 wurden 2,899 Millionen Übernachtungen gezählt. „Das Jahr 2017 war für uns hervorragend, die drei Millionen bei Übernachtungen werden wir deutlich überschreiten“, sagt Volker Bremer, der Geschäftsführer der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM). Offizielle Zahlen des Landesamtes für Statistik gebe es zwar erst Ende Februar. Deutlich sei aber schon jetzt, dass Leipzig in Sachsen mit 7,7 Prozent (Stand Oktober 2017) am stärksten wachse. Dresden bringt es auf ein Plus von 3,7 Prozent, hat aber mit 3,6 Millionen deutlich mehr Übernachtungen als Leipzig und auch mehr Hotels. Chemnitz kommt auf drei Prozent Wachstum bei 417 590 Übernachtungen bis Oktober.

Die Übernachtungszahlen steigen sowohl in der Sparte der Privat- als auch bei den Geschäftsreisenden. Das führt zu einem Bauboom bei Hotels in der Messestadt. So sind 20 neue Herbergen mit mehr als 5000 Betten im Bau oder geplant. So wird auch das frühere Grandhotel „Astoria“ ab Sommer ausgebaut (die LVZ berichtete). Mitte 2018 soll zudem ein neues Motel One in der ehemaligen Hauptpost am Augustusplatz öffnen. Derzeit hat Leipzig 16 700 Betten (zum Vergleich: Dresden 22 678, Chemnitz 3647) „Bei 20 000 Betten sehe ich für Leipzig allerdings eine Obergrenze“, so LTM-Chef Bremer. Gut 15 Prozent aller Gäste, die in den Leipziger Hotels übernachten, kommen aus dem Ausland. Ein besonders starkes Wachstum gab es 2017 bei den US-Amerikanern, die wieder auf Platz eins der Auslandsmärkte stehen. „Das Wachstum der Übernachtungszahlen ist sehr gut und immer noch größer als das aktuelle Wachstum der Bettenzahlen“, konstatiert Bremer und formuliert als Ziel: „In den nächsten Jahren werden wir wohl 3,5 Millionen Übernachtungen im Jahr erreichen.“

2018 wird Leipzig zunächst im Fokus internationaler Musikliebhaber stehen. Die LTM werde dabei vor allem die Jubiläen des Gewandhausorchesters (275 Jahre) sowie der Oper (325 Jahre) bewerben. Zu diesem Zweck wurden Hotelpakete geschnürt. Der Bekanntheitsgrad Leipzigs wird ebenso durch den Fußballclub RB Leipzig gesteigert. „Touristisch richtig interessant sind die Spiele in der Champions League, vorausgesetzt, man trifft auf Mannschaften mit einem hohen Fanpotenzial“, betont Bremer. Im Vorjahr habe das mit Monaco, Porto oder Besiktas Istanbul allerdings nicht wie erwünscht funktioniert. Nun hoffe er zunächst auf die Italiener, die in der Europe League auf die Leipziger treffen, und die weitere Stärke der Roten Bullen.

Für volle Betten in Leipzig sorgen ebenfalls hochkarätige Tagungen und Kongresse. Zu großen Kongressen kommen unter anderem Tierärzte (rund 5000 Teilnehmer) im Januar, im Mai folgt die Deutsche Röntgengesellschaft (7000 Teilnehmer) sowie im Dezember die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (6000 Teilnehmer). Leipzig hat sich nach Berlin, München, Hamburg und Frankfurt auf Platz fünf der deutschen Kongressstandorte hochgearbeitet.

Von Mathias Orbeck

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